Gibt viel, kostet nichts
Angemerkt

Das Ehrenamt hat viele Gesichter. Eines davon ist Brigitte McGuire. Sie engagiert sich beim Hospizverein, um Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Um die, die von einem geliebten Angehörigen oder Freund Abschied nehmen müssen, zu trösten. Eine Vierergruppe kümmert sich nun erstmals auch um trauernde Kinder. Sechs weitere Ehrenamtliche haben sich bereiterklärt, sofort in das Projekt einzusteigen, wenn Bedarf besteht.

Ein Beispiel von vielen in der Region - quer durch alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Erst am Freitag haben Politiker zum Tag des Ehrenamts wieder auf den Wert gemeinnütziger Arbeit hingewiesen. Die zwei bis drei Stunden, die Brigitte McGuire und ihre Kolleginnen pro Woche in die Trauergruppe investieren, sind mit Geld nicht aufzuwiegen. Was ist es wert, ein Kind zu trösten? Es auszustatten mit Zuversicht? Ihm Freundschaft anzubieten? Ihm vielleicht sogar eine Perspektive für das Leben aufzuzeigen? Wäre das Ehrenamt an der Börse notiert, sein Wert würde durch die Decke gehen. Den volkswirtschaftlichen Nutzen bemisst eine Studie allein für Deutschland auf etwa 35 Milliarden Euro pro Jahr.

Vor diesem Hintergrund gibt es einen Hoffnungsschimmer für alle, die sich gerade mit den monetären Aspekten der Nächstenliebe herumschlagen; für die, die sich gerne an den ganzen Spendenaktionen zu Weihnachten beteiligen würden, aber wegen des knappen Budgets schier nicht können: Ehrenamtliches Engagement kostet nichts, die eingesetzte Energie potenziert sich aber zugunsten des Gemeinwohls. Gelegenheiten mitzumachen gibt es an jeder Ecke.

uli.piehler@zeitung.org

Polizeibericht

Ausraster bei Firmenfeier

Amberg. (kan) Zu viel Alkohol erwischt haben dürfte ein 29-Jähriger am Freitag bei einer Betriebsfeier. Gegen 23.15 Uhr randalierte er in und vor dem Lokal an der Regensburger Straße. Bei einem "selbstverschuldeten Sturz", so die Polizei, zog er sich eine Kopfplatzwunde zu. Weil der Mann auf die herbeigerufenen Beamten losging, wurde er vorläufig festgenommen. Dabei wehrte er sich so sehr, dass die Polizisten ihn an Händen und Füßen fesseln mussten. In der Ausnüchterungszelle beschädigte der Betrunkene, dem auch übelste Beleidigungen und Bedrohung der Ordnungshüter vorgeworfen werden, später noch mehrere Glasbausteine und verletzte sich an der Hand. Den 29-Jährigen erwarten jetzt verschiedene Anzeigen.
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