Gipfel mit zwei Unbekannten

Irgendwann muss es doch mal mit einem Dreier klappen: Die Mannschaft des SV Loderhof/Sulzbach steht noch ohne Sieg da. Jetzt kommt der SVL Traßlberg, aber der ist im Aufwind. Bild: Ziegler

In Kastl feiern sie Kirwa. Noch besser lässt sich feiern, wenn die Fußballer das Spitzenspiel gegen den ASV Haselmühl gewinnen. Den Gegner kennen sie nicht - bis auf einen Spieler. Und an den haben die Schweppermänner keine guten Erinnerungen.

Der heißt Matthias Schmidt und zu dessen Zeiten bei Inter Bergsteig Amberg hat er dem TuS Kastl einige Tore eingeschenkt. Der zweite Kracher am 13. Spieltag der Kreisliga Süd steigt beim TSV Königstein, wenn sich zwei Aufsteiger gegenüberstehen: Der TSV als Vize der Kreisklasse Süd und der TuS/WE Hirschau als Meister der Kreisklasse Ost.

TuS Kastl       ASV Haselmühl
(hon) Der Gipfel steigt zur Kastler "Roum Kirwa", wenn der Erste den Tabellenzweiten aus Haselmühl am Kastler Mennersberg empfängt. Die Haselmühler sind als Aufsteiger eines der Überraschungsteams und für den TuS ein absolut unbeschriebenes Blatt. Einzig der Top-Torjäger der Liga, der ASV-Spieler Matze Schmidt, ist der Heimelf noch aus Zeiten, als dieser noch für den SV Inter Bergsteig die Stiefel schnürte, bekannt - und in keiner guten Erinnerung. Somit steht die Mannschaft von Trainer Thomas Mayer vor einer schwierigen Aufgabe. Wie beim Derby gegen Ursensollen muss Kastl die Defensive erneut umstellen, da weiter einige Stammkräfte fehlen. Allerdings kehrte Johannes Kölbl nach längerer Studienreise wieder in den Kader zurück. Die Mannschaft der Gäste um Trainer Oliver Eckl ist spielerisch und kämpferisch gut drauf.

SSV Paulsdorf       TuS Rosenberg
(ac) Die Ausbeute des SSV Paulsdorf aus den zwei aufeinanderfolgenden Auswärtsbegegnungen in Königstein und Ursensollen betrug null Punkte. War die Niederlage in Königstein verdient, so wurde das Spiel in Ursensollen unter recht unglücklichen Umständen verloren, wobei auch individuelle Fehler in allen Mannschaftsteilen unübersehbar waren. Rosenberg kam nach dem knapp verpassten Aufstieg in dieser Saison noch nicht so recht in Tritt. Das Remis vor Wochenfrist gegen Tabellenführer Kastl zeigte aber, dass man sich langsam gefangen hat. Vom Tabellenstand darf sich die Elf um Kapitän Peter Schmidl jedenfalls nicht täuschen lassen. In den vergangenen Spielzeiten gab es für die Paulsdorfer nur Niederlagen gegen den TuS. Will man die Minusserie beenden, muss die Mannschaft wieder mehr Geschlossenheit und Konzentration an den Tag legen - Tugenden, die am Beginn der Saison den SSV auszeichneten. Trainer Wolfgang Grünwald ist überzeugt, dass die Mannschaft den Druck, den sie sich selbst auferlegt hat, annimmt und leistungsmäßig zulegt.

SV Raigering       Inter Bergsteig
(gth) Nun hat es auch die "Panduren" erwischt. Am zwölften Spieltag setzte es die erste Saisonniederlage für den SV Raigering. Dass es ausgerechnet beim Mitkonkurrenten TuS/WE Hirschau passierte, ist besonders ärgerlich. Doch überraschend kam die verdiente Schlappe nicht. Schon in den Spielen zuvor hatte es sich abgezeichnet. Einige Punktgewinne kamen Dank der gütlichen Mithilfe von Glücksgöttin Fortuna zustande, die auf der Löschenhöhe eine Pause einlegte. Dabei hatte sich der SVR viel vorgenommen, aber eben zu wenig umgesetzt, kritisierte Raigerings Cheftrainer Martin Kratzer. "Nur auf der spielerischen Linie kann man keine Punkte einfahren", schreibt er seinen Mannen ins Stammbuch. Vom kollektiven Versagen nahm er nur Benedikt Buegger aus: "Er war herausragend". Im Heimspiel ist also Wiedergutmachung angesagt. Zu Gast ist mit dem SV Inter Bergsteig Amberg ein sehr schwer einzuschätzender Gegner, der sowohl überraschende Niederlagen, als auch erstaunliche Siege in der Bilanz ausweisen kann. Die bislang guten Leistungen im Pandurenpark nähren bei Martin Kratzer jedoch die Hoffnung, dass sein Team in diesem richtungweisenden Derby ein anderes Auftreten an den Tag legt. Schließlich will der SVR den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren.

Germania Amberg       DJK Utzenhofen
(tre) An Selbstbewusstsein mangelt es dem Vorjahresdritten Utzenhofen nicht. Mit "Meister" wurde vor der Spielzeit das Saisonziel klar definiert. Trainer Yilmaz Topcu kann auf eine erfahrene und eingespielte Mannschaft zurückgreifen, da es keine Abgänge gab. Allerdings war auch nur ein einziger Neuzugang zu verzeichnen. Zur Zeit hinkt man aber den eigenen Ansprüchen etwas hinterher. Die Leistungen sind einfach zu schwankend und immer wieder gibt es unerwartete Rückschläge. Am vergangenen Wochenende holte die Truppe aber den erwarteten klaren Sieg gegen das Schlusslicht aus Loderhof. Nur zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Germania, und bei einem Sieg könnte Utzenhofen die Ficarra-Truppe überholen. Da denkt man etwas wehmütig an den vergangenen Sonntag, als Germania in allerletzter Minute in Haselmühl einen hochverdienten Punkt, ja sogar den möglichen Sieg verpasste. Das sollte die Heimelf aber nicht verunsichern, im Gegenteil, die gute Leistung über weite Strecken des Spiels sollte Hoffnung geben. Gutzumachen haben die Germanen ja etwas, gab es doch im Vorjahr zwei knappe Niederlagen gegen die DJK. Große Änderungen im Kader sind nicht zu erwarten, da keiner der Langzeitverletzten zurückkehrt und die übrigen Spieler das Vertrauen gerechtfertigt haben.

TSV Königstein       TuS/WE Hirschau
(jsb) Mit drei Siegen in Folge hat sich Königstein auf den fünften Platz katapultiert und nun acht Punkte Abstand auf die abstiegsbedrohten Plätze. Hier gilt es sich aber nicht auszuruhen, da der bisherige Saisonverlauf gezeigt hat, wie schnell man wieder nach unten durchgereicht wird. Der Mitaufsteiger TuS/WE Hirschau ist ein sehr unbequemer Gegner, der mit 26 Treffern über einen torgefährlichen Sturm verfügt. Trainer Ringler kann bis auf Müller und Gebhard aus dem Vollen schöpfen. Da der TSV zu Hause erst eine Niederlage einstecken musste und die letzten drei Spiele ohne Gegentor blieb, stehen die Chancen nicht schlecht, einen weiteren Dreier einzufahren. Das Selbstvertrauen ist zurückgekehrt und die Mannschaft hat sich spielerisch weiterentwickelt. Alles Voraussetzungen für ein Spitzenspiel, auf das sich die Zuschauer freuen dürfen.

FC Edelsfeld       DJK Ursensollen
(bkn) Tatenlos zusehen musste der FC Edelsfeld an seinem spielfreien Wochenende, wie die unmittelbaren Konkurrenten ihre Hausaufgaben erledigten und eifrig Punkte sammelten. Nach der bitteren Niederlage im Derby gegen den TSV Königstein darf man gespannt sein, wie die Hahnenkamm-Elf die nächste Hürde meistert. Mit der DJK Ursensollen stellt sich ein Gegner vor, der nach zögerlichen Saisonbeginn in den vergangenen Wochen ordentlich Gas gegeben hat. Von den letzten fünf Spielen zog die DJK nur gegen den Tabellenführer aus Kastl den Kürzeren. Mit breiter Brust und einem ausgezeichneten Torjäger Jiri Abel wird die Elf von Stefan Steinl die Tabellenspitze weiter im Blick haben. Um dem Gästeteam das Leben so schwer wie möglich zu machen, muss beim FC Edelsfeld der Knoten wieder aufgehen. Eine ähnlich mutlose Vorstellung wie in der letzten Partie kann sich der Gastgeber in seiner misslichen Tabellensituation nicht mehr erlauben.

SV Loderhof       SVL Traßlberg
(bt) Auch wenn es für eine Mannschaft nicht einfach ist, wenn sie nach zwölf Spieltagen immer noch auf den ersten Sieg wartet, die Spieler des SV Loderhof/Sulzbach sollten trotzdem die Köpfe nicht hängen lassen. Denn nicht bei Erfolgen, sondern bei Niederlagen zeigt sich, welche Moral in einem Team steckt. Mit dieser Einstellung sollte auch der SVL Traßlberg empfangen werden, der sich im Tabellenmittelfeld befindet und bei einem Sieg nach oben klettern kann. Auch wenn es banal klingt, die Gäste nehmen die Favoritenstellung ein, eine Überraschung ist aber auch möglich.
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