Glück und harte Arbeit
Angemerkt

Der FC Amberg ist wahrlich nicht mit viel Glück in die vierthöchste Liga aufgestiegen. Dieser Erfolg gründet vielmehr auf vorausschauender Planung und harter Arbeit. Drei Siege und ein Unentschieden bei den Relegationsspielen sprechen eine deutlich Sprache. Geschenkt wurde den Kickern vom Schanzl nichts.

Ein Geschenk allerdings ist der Umstand, dass der Aufstieg zufällig mit dem Altstadtfest zusammenfiel. Eine bessere Kulisse für die Siegesfeier hätten sich Spieler und Verantwortliche des FC nicht wünschen können. Der Marktplatz war nahezu voll von jubelnden Menschen, als die Jungs auf den Rathausbalkon traten. Ohne das Traditionsfest im Ei wäre das Publikum mit Sicherheit ein bisschen überschaubarer ausgefallen.

FC-Boss Helmut Schweiger nahm diese Steilvorlage als Auftrag an. Er will nicht nur in Spieler und Stadion investieren, sondern auch in die Fankultur. Der Vorstandschef war nach dem Aufstiegsspiel in Garching guter Dinge. Immerhin hätten sich rund 700 Amberger - trotz Altstadtfest -auf den Weg nach Oberbayern gemacht, um ihre Mannschaft anzufeuern. "Wir brauchen diesen Gemeinschaftsgeist", betonte Schweiger. "Nicht nur bei den Fans. Auch bei den Fußball-Vereinen."

Es wird viel Kraft kosten, dieses neue Wir-Gefühl herzustellen: Eine Zusammenarbeit der Vereine, die keine lokalpatriotischen Scheuklappen kennt, sondern den Amberger Fußball als Aushängeschild der Region im Blick hat. Wenn sich dabei wieder ein bisschen Glück zur harten Arbeit gesellt, kann das Vorhaben durchaus gelingen.

uli.piehler@zeitung.org

Polizeibericht Polizei spricht von ruhigem Fest

Amberg. (san) Einen "prinzipiell störungsfreien Verlauf" bescheinigt die Polizei dem Altstadtfest, zu dem tausende von Besuchern gekommen waren. "Es blieb ruhig", lautet die Bilanz der Ordnungshüter für das Wochenende. Zwischen Freitag und dem späten Sonntagnachmittag sei es lediglich zu vier Körperverletzungen gekommen. "Das war aber nichts Dramatisches", teilte die Polizeiinspektion auf Nachfrage mit. Ein ähnlich ruhiges Bild vom Altstadtfest zeichnete die Integrierte Leitstelle. Aus Sicht des Rettungsdienstes gab es keine nennenswerten Vorkommnisse. Lediglich ein paar Schnittverletzungen mussten versorgt werden, auch hatten ein paar Besucher zu tief ins Glas geschaut. "Das sind eben die Klassiker", hieß es seitens der Leitstelle.
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