GMG im Renovierungsstau

Sie diskutierten am Gregor-Mendel-Gymnasium (von links): Kreisrat Dr. Christian Schmid, Stadtrat Klaus Mrasek, Bernhard Trummer, Gerhard Gottschalk, Josef Witt, Schulleiter Peter Welnhofer, Kreisrat Michael M. Birner, Martha Lederer, Susanne Witt, Günter Neumann, stellvertretender Schulleiter Werner Kraus und Eva Schaaf. Bild: hfz

Vor Vertretern der ÖDP wurde GMG-Chef Peter Welnhofer deutlich: Wegen seiner maroden Bausubstanz und der fehlenden energetischen Sanierung ist der Neubau das eigentliche Sorgenkind der Schule.

Mit ihrem Besuch am Gregor-Mendel-Gymnasium setzte die ÖDP ihre Ortstermine an Amberger Schulen fort. Die Gruppe mit Stadtrat Klaus Mrasek, dem ÖDP-Stadtverbandsvorsitzenden Gerhard Gottschalk sowie den Kreisräten Michael Birner und Dr. Christian Schmid an der Spitze ließ sich von Oberstudiendirektor Peter Welnhofer und seinem Stellvertreter Wolfgang Kraus erläutern, wie Ambergs größtes Gymnasium ausgestattet ist und wo es einen Renovierungsstau gibt.

Fenster ausgetauscht

Im Gegensatz zum Neubau habe es im Altbau in letzter Zeit Fortschritte bei Ausstattung und Modernisierung gegeben. So konnten laut Welnhofer mit städtischen Sondermitteln von 25 000 Euro 20 blinde Fenster ausgetauscht und die Beleuchtung der Klassenzimmer im Erdgeschoss erneuert werden. Insgesamt teilt der GMG-Chef jedoch den Eindruck seines Kollegen Peter Seidl vom Erasmus-Gymnasium, dass es bei Entscheidungsprozessen innerhalb der Stadtverwaltung eigentlich nur "zäh vorangeht".

So habe die Schule die Einrichtung von zwei Elternsprechzimmern nur mit Hilfe des Hausmeisters realisieren können, weil die Stadt dafür keine zusätzlichen Mittel bewilligt habe. Die modernisierten Klassenzimmer im Erdgeschoss hätten die Eltern selbst gestrichen, weil sich der eigentlich zuständige Sachaufwandsträger dazu nicht in der Lage gesehen habe. Andererseits habe die Stadt zwar Sondermittel für die Anschaffung von Dokumentenkameras zur Verfügung gestellt, dabei aber die Beschaffung von Kabeln in ausreichender Länge in ihrem Planungsansatz nicht berücksichtigt.

Welnhofer war sich mit EG-Schulleiter Seidl auch darin einig, dass es das Budget, das die Stadt den Gymnasien alljährlich zuweise, nicht erlaube, genügend Mittel für Sonderanschaffungen wie einen neuen Traktor oder ein Räumfahrzeug anzusparen.

ÖDP-Stadtrat Klaus Mrasek versprach Welnhofer laut Pressemitteilung, sich bei den anstehenden Haushaltsberatungen dafür einzusetzen, dass kontinuierlich Mittel in die beiden Gymnasien investiert würden. Zwar seien ein großer Wurf wie die Sanierung des Neubaus und die ebenfalls überfällige Modernisierung der Wirtschaftsschule momentan mit Rücksicht auf die finanzielle Lage der Stadt nicht möglich. Doch aus seiner Sicht wäre eine Fortsetzung der bereits begonnenen Maßnahmen im Altbau durchaus finanzierbar. Zumal der Ortstermin gezeigt habe, dass hier bereits verhältnismäßig kleine Summen zu einer merklichen Verbesserung des Lernumfelds und des Wohlbefindens der Schüler führen könnten.

Die Forderungen

In Zukunft, so erklärte Mrasek, müsse man von der bisherigen Vorgehensweise abrücken und deutlich mehr Geld für die Instandhaltung und die Sachausstattung bereitstellen. Generalsanierungen von Schulen, die hoch bezuschusst werden, würden auf Jahre erhebliche Mittel binden und andere Schulen fast leer ausgehen lassen. Damit die Stadt den Bauunterhalt dauerhaft bezahlen kann, müssten die Kriterien der Bezuschussung durch die Staatsregierung angepasst werden.
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