Grammer landet einen Knüller

Die Sitze für den weltweit größten Hersteller von Baumaschinen will Grammer ab dem Jahr 2017 parallel in Deutschland, Brasilien, China und den USA fertigen. Bild: hfz

Letzte Woche keine guten Nachrichten von der Luitpoldhütte, am Mittwoch dann umso bessere von Grammer: Die Firma teilt mit, einen "hochkarätigen Vertriebserfolg" gelandet zu haben. Sie spricht vom größten Sitzauftrag der Unternehmensgeschichte.

"Der weltweit größte Hersteller von Baumaschinen hat seine bestehenden Lieferverträge für Grammer-Fahrersitze deutlich erweitert", heißt es wörtlich in einer Presseerklärung. Den Namen des Kunden wollte man bei Grammer auch auf Nachfrage unserer Zeitung nicht nennen. Es dürfte sich jedoch um das US-amerikanische Unternehmen Caterpillar handeln.

Grammer wird künftig bei der Ausstattung neuer Fahrzeugtypen eine noch viel größere Rolle spielen und sein Produktionsvolumen "massiv" erweitern. Seien bisher lediglich Radlader des Geschäftspartners aus Übersee ausgerüstet worden, würden Grammer-Sitze ab 2017 auch bei Ketten- und Radbaggern ab Werk verbaut. "Insgesamt steigt damit das bestehende Umsatzvolumen, das Grammer pro Jahr mit diesem Kunden im Bereich Seating Systems erwirtschaftet, ab 2017 von einem einstelligen auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag", wird zur Verdeutlichung der Auftragsdimension festgehalten.

Gut für Konzernumsatz

Mit dem größten Sitzauftrags-Volumen aller Zeiten könne Grammer seine Lieferantenposition bei dem Hersteller aus den USA deutlich stärken, unterstreichen die Verantwortlichen. Gleichzeitig erhöhe sich damit auch der Anteil des Baumaschinen-Segments am Konzernumsatz deutlich. Außerdem sehe man in der Erweiterung der auszustattenden Fahrzeug-Typen eine Bestätigung der eigenen Qualitätsstandards. "Denn die besonderen Einsatzbedingungen der Baumaschinen stellen große Anforderungen an die Performance der Fahrersitze, die härtesten Belastungen dauerhaft ausgesetzt sind", schreibt Grammer in der Presse-Info.

"Dieser Großauftrag vom weltweit führenden Baumaschinenhersteller kann gerade in der aktuell angespannten Lage der Nutzfahrzeugmärkte nicht hoch genug bewertet werden und ist ein klares Zeichen für die Innovationskraft und Wettbewerbsstärke von Grammer. Die damit verbundenen deutlichen Volumensteigerungen im Offroad-Segment werden die langfristigen Wachstumsziele des Grammer-Konzerns nachhaltig unterstützen", wird Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller zitiert.

Internationale Fertigung

Grammer verweist im Zusammenhang mit dem an Land gezogenen Großauftrag darauf, dass sich nun die "weit vorangeschrittene Internationalisierungsstrategie" auszahle. So könne man auf die weltweiten Werks-Strukturen zurückgreifen, um die neue Liefervereinbarung für den Kunden optimal umzusetzen. Die Fertigung erfolge ab 2017 parallel in Deutschland, den USA, in Brasilien und in China.
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