Grammer: Vierter Umsatzrekord in Folge

Zum wiederholten Male hat der Amberger Autozulieferer und Sitzhersteller einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Das Betriebsergebnis lag 2014 zwar leicht unter dem des Vorjahres, ist aber das zweitbeste in der Geschichte des Unternehmens.

(dpa/bm) Der Autozulieferer Grammer hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr wegen der starken Nachfrage nach Innenausstattungen deutlich steigern können. Die Erlöse hätten vorläufigen Zahlen zufolge um sieben Prozent auf 1,36 Milliarden Euro zugelegt, teilte der Autozulieferer am Montag in Amberg mit. Das sei der vierte Umsatzrekord in Folge. Wie Grammer weiter mitteilte, habe der Bereich Automotive mit einem Umsatzplus von rund zwölf Prozent auf etwa 910 Millionen Euro (Vorjahr: 813 Millionen Euro) deutlich stärker zum Umsatzwachstum beigetragen. "Die gute Auftragslage aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Pkw, weitere Marktanteilsgewinne und insbesondere die hohe Zahl an Neuanläufen im Bereich Mittelkonsolen im zweiten Halbjahr ermöglichten dieses überproportionale Wachstum", heißt es in der Mitteilung.

Kapazität erweitert

Das Segment Seating Systems verbuchte 2014 einen um rund ein Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr und erreichte etwa 475 Millionen Euro (Vorjahr: 473 Millionen Euro). Hier hätten vor allem die weiter enttäuschende Entwicklung im Nutzfahrzeugmarkt in Brasilien sowie der deutliche Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Landmaschinen das Wachstum gedämpft. Mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von 57 Millionen Euro (Vorjahr: 58 Millionen Euro) erzielte der Amberger Konzern das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. "Im vergangenen Jahr haben wir ein umfangreiches Programm mit Werksaufbauten, Kapazitätserweiterungen, Produktionsverlagerungen sowie zahlreichen Neuanläufen gestartet, um die Position von Grammer für eine weitere erfolgreiche Entwicklung weltweit zu verbessern. Daher ist es für uns sehr erfreulich, dass wir trotz dieser hohen Anstrengungen und der weiterhin herausfordernden Marktbedingungen in der Lage waren, den Wachstumskurs von Grammer fortzusetzen und ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres zu erzielen", wird Vorstandschef Hartmut Müller in der Mitteilung zitiert.

Auch im laufenden Jahr sei ein Umsatzanstieg möglich, heißt es weiter. Grammer beschäftigt derzeit mehr als 10 000 Mitarbeiter.
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