Grammer will über 1,3 Milliarden

Die Grammer AG hat in den ersten neun Monaten 2014 den Konzernumsatz um über vier Prozent auf 993,8 Millionen Euro (Vorjahr 952,9 Millionen) gesteigert. Darin enthalten sind negative Währungseffekte in Höhe von rund 24 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit 43,1 Millionen Euro stabil, trotz hoher Vorleistungen für die globale Expansionsstrategie (2013: 43,3). Sehr erfreulich entwickelte sich nach Unternehmensangaben das Ergebnis nach Steuern mit einem überproportionalen Anstieg um acht Prozent auf 25,8 Millionen Euro (2013: 23,9). Auch das Ergebnis je Aktie wurde von 2,15 auf 2,37 Euro gesteigert - zehn Prozent über dem Vorjahr. Zusammenfassend erwartet der Vorstand beim Umsatz weiter eine spürbare Steigerung gegenüber 2013 auf über 1,3 Milliarden Euro.

Der Umsatz legte nach einem moderaten zweiten Quartal im dritten erneut zu. Von Juli bis September steigerte Grammer ihn gegenüber 2013 um 4,4 Prozent auf 324,2 Millionen Euro. "Grammer hat trotz eines zunehmend uneinheitlichen Marktumfelds den Wachstumskurs eindrucksvoll fortgesetzt. Trotz unvermindert hoher Vorleistungen für weltweite Wachstums- und Strukturmaßahmen erreichten wir ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und legten unterm Strich sogar deutlich zu", so Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller.

Positive Entwicklung

Mit einem "erfreulichen Umsatzanstieg" im Neun-Monats-Zeitraum um 5,7 Prozent auf 642,1 Millionen Euro (2013: 607,2) zeigte das Segment Automotive, in dem Grammer Mittelkonsolen, Kopfstützen und Armlehnen entwickelt und produziert, erneut eine hohe Wachstumsdynamik. Die anhaltend gute Nachfrage im Pkw-Premiumsegment und der weitere Ausbau der Marktposition vor allem im Bereich der Konsolen waren die wesentlichen Gründe dieser positiven Entwicklung. Im dritten Quartal erreichte Automotive einen Umsatz von 214,2 Millionen Euro (2013: 201,1) - ein Wachstum von 6,5 Prozent. Aufgrund der Vorleistungen lag das EBIT mit 6,3 Millionen Euro erwartungsgemäß leicht unterhalb des Vorjahres (6,9).

Das Segment Seating Systems erzielte eine leichte Steigerung der Umsätze. Die Geschäftsfelder des Bereichs entwickelten sich bedingt durch unterschiedliche konjunkturelle Rahmenbedingungen in den Hauptabsatzregionen uneinheitlich. Insbesondere der weiter schwache Lkw-Markt in Brasilien und die rückläufige Nachfrage nach Landmaschinen belasteten die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Insgesamt lag der Umsatz des Segments in den ersten neun Monaten bei 369,0 Millionen Euro und damit um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert (2013: 361,1). Sehr positiv entwickelte sich die Ertragslage. Hier stieg das EBIT um 11,1 Prozent auf 30,0 Millionen Euro.

Über 10 000 Mitarbeiter

Die Investitionen lagen nach den ersten neun Monaten mit 32,2 Millionen Euro plangemäß über dem Niveau von 2013 (31,0). Das Eigenkapital erhöhte sich zum Stichtag auf 234,8 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung zum 30. September 2014 betrug 120,6 Millionen Euro (2013: 110,5). Grammer beschäftigt aktuell weltweit 10 499 Mitarbeiter (2013: 9580).
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