Großartiger Klangrausch

Charles-Marie Widor war 64 Jahre lang Organist an der Kirche St. Sulpice in Paris. Er spielte an der damals größten Orgel der Welt, die 102 Register umfasste. Diese inspirierte ihn dazu, neun gigantische Orgelsymphonien zu schreiben, die allesamt auch große Herausforderungen an das Instrument stellen.

Obwohl die Orgel von Charles-Marie Widor dreimal so groß ist wie die Ammersrichter Sandtner-Orgel, bewies Andreas Feyrer mit dem Allegro aus der 6. Symphonie, dass man auf dem Instrument in der St.-Konrad-Kirche sogar eine derart gewaltige Orgelmusik hervorragend umsetzen kann.

Die Zuhörer erlebten dank der kräftigen Zungenregister und durch vollgriffige Akkorde mit Doppelpedal einen großartigen Klangrausch. Aber auch filigrane lyrische Passagen mit wärmeren und weicheren Klängen waren durch die französischen Register wie die Flute harmonique sehr gut darstellbar. (u)
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