Großer Respekt vor Kleine-Elf

Nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause (Bruch des Schienbeinköpfchens) steht der rechte Außenverteidiger Andreas Graml (links) wieder im Kader des FC Amberg. Bild: Ziegler

Ungewohnter Termin für ein Heimspiel des FC Amberg: Der Regionalliga-Neuling erwartet am Sonntag, 15. November (14 Uhr), die SpVgg Greuther Fürth II. Die Chancen, dass zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge gelingen, stehen dabei gar nicht so schlecht.

Zwar haben die Fürther um ihren Trainer Thomas Kleine mit 21 Punkten nur vier Zähler weniger auf dem Konto als die Rost-Elf, doch dieses Bild relativiert sich, wenn man die letzten beiden Partien ausblenden würde. Denn da gewannen die Kleeblätter gegen die beiden Schlusslichter der Regionalliga-Tabelle, Schweinfurt und Augsburg. Deshalb sollte man die Fürther trotz ihrer Punktzahl auch eher der Kellerregion als dem Mittelfeld zurechnen. Das sieht man am Ronhof genauso: "Wir haben jetzt zwei ordentliche Spiele abgeliefert, aber wir brauchen weiter Punkte, um da unten rauszukommen", sagt Kleine.

Der 37-Jährige weiß aber, dass das mit einer so anfälligen Defensive schwierig wird. 40 Gegentore kassierte man bereits, der zweitschlechteste Wert der Liga (nur der TSV Rain/Lech kassierte zwei Treffer mehr). Dazu kommt, dass man auswärts noch nicht so recht punkten konnte, da gab es erst sieben Punkte aus acht Spielen. Eine Statistik, die Ex-Profi Kleine (unter anderem Leverkusen, Gladbach oder Fürth) aber nicht beeindruckt: "Wir haben auch auswärts schon gut gespielt. Grundsätzlich ist uns das aber egal, wir müssen jetzt einfach weiter mit breiter Brust spielen, auch in Amberg."

Gefährlicher Torjäger

Um dort etwas zu holen, braucht auch der Topscorer der Fürther einen guten Tag. Stefan Maderer (19) hat bereits neun Treffer erzielt, steht damit auf Platz zwei der Torjägerliste. Er soll, geht es nach Kleine, seine Bilanz in Amberg ausbauen. "Wir werden uns nicht hinten reinstellen, sondern auch offensiv etwas zeigen. Aber wir wissen, dass mit dem FC Amberg eine starke und homogene Truppe auf uns wartet. Und trotzdem wollen wir etwas mitnehmen." Die aktuelle Tabellensituation der Fürther nimmt man beim FCA zwar zur Kenntnis, leitet daraus aber keine vorschnellen Schlüsse ab: "Wir nehmen sie nicht auf die leichte Schulter, sondern haben großen Respekt. Die Fürther haben ein brutales Konterspiel, da müssen wir extrem aufpassen", warnt FC-Trainer Timo Rost und erinnert dabei auch an das Hinspiel in Fürth (2:2).

Dennoch soll natürlich ein Sieg her, zumal man so den Abstand nach unten weiter vergrößern könnte. Das wäre dann das erste Mal in dieser Saison, dass der FC zwei Spiele am Stück gewinnen würde. "Solche Serien sind mir absolut egal. Wichtig ist, dass wir punkten. Und was unsere Punktzahl betrifft: Das ist schon verdammt stark für einen Aufsteiger", lobt Rost sein Team für den bisherigen Saisonverlauf.

Alle Mann an Bord

Gegen Fürth stehen wieder alle Mann zur Verfügung, auch Andreas Graml kehrt nach seiner langwierigen Verletzung zurück in den Kader. Und auch wenn Timo Rost Serien egal sein mögen, wäre die Freude über den zweiten Sieg in Folge wohl richtig groß am Schanzl.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25); Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11), Torunarigha (21).
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