Großes Weißwurstfrühstück auf dem Marktplatz
Zuzzeln erwünscht

Auch wenn der kalte Wind mitunter ziemlich heftig um die Ecken fegte, ihr Weißwurstfrühstück ließen sich die Amberger davon nicht vermiesen. Zahlreiche Bürger versammelten sich dazu am Marktplatz. Die Metzgerinnung als Organisatorin dieser Aktion hatte 4000 Weißwürste vorbereitet - nach etwas über einer Stunde war schon die Hälfte weg, sehr zur Freude von Innungsobermeister Herbert Hottner. "Schön, dass die Metzger hier zusammenhalten", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny und brach eine Lanze für regionale Produkte. Dem großen Einerlei im Supermarkt stehe die Vielfalt an Wurst und Fleisch hier gegenüber. Aus München kam Georg Schlagbauer, bayerischer Innungsmeister des Fleischerhandwerks. Die Weißwurst sei eines der großen Kennzeichen des Freistaats - "sie gehört zu Bayern wie die Breze und das Bier".

Flüchtlinge eingeladen

Mit der Resonanz beim Weißwurstfrühstück war Hottner sehr zufrieden. "Das ist super, der Marktplatz ist voll." Besonders freute er sich, dass einige Flüchtlinge der Einladung der Metzgerinnung gefolgt waren und in Gemeinschaft das Frühstück genossen - da einige von ihnen Moslems sind, waren für sie extra Käseteller vorbereitet worden.

Blieb nur noch die Frage, wie man denn die Weißwurst richtig isst. Und daran scheiden sich die Geister: Die einen zuzzeln sie, die anderen setzen Messer und Gabel für den Längsschnitt an. Süßer Senf jedoch darf bei beiden Varianten nicht fehlen.
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