Großschönbrunn.
Realitätssinn ist gefragt

(zm) Murren ja, offener Schlagabtausch Fehlanzeige. Auf der CSU-Ortsvorsitzenden-Konferenz wurde schon deutliche Kritik an dem Amberger Realschul-Aufnahmestopp und dessen Folgen laut. Doch am Ende einigte sich die Runde stillschweigend auf den Konsens, alles daran zu setzen, Defizite bei den Schulbusverbindungen zumindest zu minimieren.

Als eine Stellschraube gilt das Unterrichtsende in der Sulzbach-Rosenberger Walter-Höllerer-Realschule. "Wir arbeiten daran", hieß es auf AZ-Anfrage am Mittwoch dazu von Konrektorin Stefanie Tröster. Relativ schnell vom argumentativen Tisch waren Forderungen nach einer dritten staatlichen Realschule für den Landkreisosten. Die Argumentation von Landrat Richard Reisinger, so ein 20- bis 25-Millionen-Projekt bei sinkenden Einwohnerzahlen in München durchsetzen zu können tendiere gegen null, konnte jeder schnell nachvollziehen.

Und auf den zweiten Blick entpuppte sich auch die schon erhobene Forderung, freie Klassenzimmer-Kapazitäten in anderen Schulen für eine Realschul-Außenstelle zu nutzen, als eher illusorisch. Dort würden die unverzichtbaren Fachräume fehlen und dann seien pendelnde Lehrer ständig unterwegs. Genau deshalb hatte die Ministerialbeauftragte ja die drei Unterrichtsorte der Schönwerth-Realschule in Amberg gekippt.
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