Grundschüler probieren neues Unterrichtsprojekt mit Judo und viel mehr aus
Im Kampf Respekt lernen

Helmut Richter, Judo-Trainer und pädagogischer Mitarbeiter der Praxisklasse in der Mittelschule, brachte den Viertklässlern wichtige Grundzüge und Hintergründe des Kampfsports bei. Bild: hfz
Der Sportunterricht in den Schulen bietet ein neues Projekt: Miteinander und gegeneinander kämpfen. Dabei sollen die Schüler sowohl koordinative Fähigkeiten und Kondition, als auch soziale und persönliche Kompetenzen verbessern, was begleitend mit Hilfe von Tests und Fragebögen überprüft wird. Die Klasse 4a der Grundschule Ammersricht ließ sich zusammen mit Sportlehrerin Jennifer Beck auf dieses Vorhaben ein.

Als zentraler Punkt für das Gelingen stellte sich zunächst die gemeinsame Formulierung von Regeln heraus, um einen fairen und verantwortungsvollen Umgang mit Gegner und Material zu sichern. Neben verschiedensten Spielformen, beginnend mit dem Aufbau von Körperkontakt über das Kämpfen am Boden und im Stand bis hin zum Erobern von Gegenständen und Räumen wurden in Zusammenarbeit mit Helmut Richter, selbst Judo-Trainer und pädagogischer Mitarbeiter der Praxisklasse in der Mittelschule, das richtige Fallen und einzelne Stand- und Bodentechniken geübt.

Zu Beginn jeder Woche erarbeitete die Klasse gemeinsam Verhaltensregeln, um gleichzeitig bestimmte Sozialziele und Wertvorstellungen aus dem Judo wie etwa Höflichkeit, Respekt oder Hilfsbereitschaft im Sport, aber auch fächerübergreifend einzuhalten. Die Kompetenzen, die sich die Schüler über faire Rauf- und Rangelspiele angeeignet hatten, mussten sie in einer Doppelstunde an die Klasse 3a weitergeben. Mit viel Spaß und Eifer führten die "Nachwuchs-Lehrer" mit selbst gestalteten Plakaten durch die gemeinsame Sportstunde, bei der insgesamt fast 50 Schüler in altersgemischten Gruppen verschiedene Stationen zum Kämpfen, Raufen und Ringen unter Regie der Viertklässler erprobten.

So wurden viele kleine Kämpfe ausgetragen, ganz egal ob der Gegner größer, älter, stärker, ein Mädchen oder Junge war. Schließlich hatten alle Kinder eines gelernt: Es ist wichtig, dem Gegner durch Wertschätzung seiner Leistung Respekt zu erweisen.
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