Grundstein für Bergwallfahrt

Hans-Peter Fritsch zeigte der Gruppe nicht nur die Bergkirche, sondern auch noch das sanierte Franziskanerkloster. Bild: ads

Erst in ein Gotteshaus, dann in einen Gasthof. Das Prinzip der Serie "Kirche und Wirtshaus mit Pfiff" ist denkbar einfach - kommt aber nach wie vor gut an. Doch dieses Mal stand noch ein Kloster auf dem Programm.

Rund 80 Teilnehmer sahen sich erst die Mariahilfbergkirche an und warfen dann noch einen Blick in das sanierte Franziskanerkloster. Zum Abschluss wurde die Bergwirtschaft besucht. Hans-Peter Fritsch vom Franziskaner-Kloster erläuterte der Gruppe zunächst die Geschichte der Mariahilfbergkirche und sprach von der größten Bergwallfahrt der Oberpfalz.

Früher habe sich auf dem Berg eine Burg befunden - Burgherr Ammo habe im 14. Jahrhundert sein Domizil verlassen - das Gebäude verfiel. Die Errichtung der Wallfahrtskirche geht auf ein Gelübde aus der Pestzeit (1634) zurück. Eine auf dem Berg errichtete Kapelle wurde 1646 durch einen Brand zerstört. "Entgegen vieler Überlieferungen gibt es in den alten Aufzeichnungen einen Hinweis, dass das Gnadenbild im Turm verblieben ist und somit nicht vor dem Brand in der Kapelle gerettet werden musste."

"Der Ruf der Wundertätigkeiten des Bildes verbreitete sich in Windeseile, alleine für die Jahre zwischen 1659 bis1694 sind 162 Gebetserhörungen in den alten Aufzeichnungen verbucht", so Fritsch weiter. "Der Grundstein für die bedeutendste Marianwallfahrt der Oberpfalz war damit gelegt". 1697 war mit dem Bau der heutige Wallfahrtskirche nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer und des Klosters begonnen. 1711 wurde die Kirche eingeweiht, der Bau des Turmes folgte 1720 bis 1722. Fritsch erwähnte noch eine Besonderheit der Kirche: eine große Krippe mit 120 beweglichen Figuren.
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