Gymnasiasten wagen das Planspiel "Politik und Internationale Sicherheit"
Geheimgespräche in der Pause

Am runden Tisch mit acht Ecken: Gymnasiasten schlüpfen in die Rolle der Mächtigen, die versuchen, internationale Konflikte zu entschärfen. Bild: hfz
Die Geschicke der Welt in die eigenen Hände nehmen - das schwebt vielen idealistischen Schülern und Jugendlichen auch heute vor: Einfach nur die richtigen Entscheidungen treffen, um eine nachhaltige, gerechte und lebenswerte Welt zu schaffen. Zumindest als Planspiel lässt eine Gruppe von jungen Leuten des Gregor-Mendel-Gymnasiums (GMG) diese Utopie ein bisschen Wirklichkeit werden.

Unter dem Titel "Politik und Internationale Sicherheit" (POL&IS) haben sie es ausprobiert. Dafür schlüpften die Gymnasiasten in die Rollen von Wirtschafts- und Staatsministern, von Weltbank- und UNO-Vertretern oder kämpften als Vertreter von Medien und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) für Menschenrechte und Umweltschutz. Die Regierungen unterschiedlicher Weltregionen sahen sich mit aktuellen Problemen konfrontiert: So hatte beispielsweise Indien die Kinderarbeit in den Griff zu bekommen, während zwischen Europa und Russland die Ukraine-Krise aufflammte und im Nahen Osten die Terroristen des "Islamischen Staats" wüteten.

Die Tricks der Mächtigen

Mit geeigneten politischen und wirtschaftlichen Programmen sollten die Schüler diesen Entwicklungen die Chance zur Abhilfe entgegenstellen. Dabei sollten die GMG-Gymnasiasten auch die Option eines global angelegten Umweltschutzes beachten. Viele geheime Verhandlungen - auch während der Pausen - bereiteten den einen oder anderen Vertragsschluss vor und so manche geplante Vereinbarung wurde durch die Recherchearbeit der Medien bereits vorab bekannt. Hitzige Verhandlungen gab es auf dem internationalen Parkett etwa zur Ausgestaltung des Welthandels, wobei weniger gewiefte Wirtschaftsminister auch schon hie und da über den Tisch gezogen wurden. Das musste bei der jährlichen Rede vor der UN-Hauptversammlung dann natürlich in ein deutlich positiveres Licht gerückt werden.

Leider versuchten einige Regionen ihr Heil in der Eskalation internationaler Konflikte, was aber durch das beherzte und gelungene Eingreifen von Jonas Grundler als Generalsekretär und mit einer Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats dann noch abgemildert werden konnte. Nach drei Jahren - gespielt in drei Tagen - hatte sich die Pol&IS-Welt etwas verändert. Aber nur ein bisschen und nur in der Fantasie.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.