Hängepartie kritisiert

Ihnen liegen das Luftmuseum und eine Volontärsstelle am Herzen: Stadtverbands-Vorsitzende Hannelore Zapf (links), ihr Stellvertreter Daniel Holzapfel (rechts) und Bürgermeisterin Brigitte Netta (Mitte). Bild: hfz

Die Bewilligung einer hauptamtlichen Volontärsstelle im Luftmuseum ist zu einer Hängepartie geworden. Weil ihm das nicht gefällt, kam der Vorstand des SPD-Stadtverbandes zu einem Kurzbesuch. Danach äußerte er sein Unverständnis darüber, dass mit der Finanzierung des Postens gezögert wird.

In einer nach dem Besuch herausgegebenen Pressemitteilung weist der Stadtverband darauf hin, dass die SPD das ehrenamtlich betriebene Museum, das Amberg zu dem deutschlandweit einmaligen Alleinstellungsmerkmal "Luftkunstort" verholfen hat, von Anfang an unterstützt habe. Es sei nicht nachvollziehbar, wie der Ferienausschuss bei der Finanzierung der Volontärsstelle zögern konnte (wir berichteten). Zumal die Summe, um die es geht - rund 12 000 Euro jährlich - in keinem Verhältnis zur positiven Wirkung stehe.

Das Luftmuseum wird 2016 zehn Jahre alt. Leiter Wilhelm Koch hat mit seinem Team für den Geburtstag einige Veranstaltungen im Köcher. Der Stadtverband begrüßt es, dass im nächsten Jahr weitere Leuchtturmprojekte um die vierte große Luftnacht gestartet werden sollen. "Die geplante Größenordnung verlangt allerdings nach einem hauptamtlichen Mitarbeiter", betont der Stadtverband in seiner Presseerklärung.

Deshalb könne es die Amberger SPD verstehen, dass die Leitung des Museums für das Jubiläumsjahr personelle Verstärkung durch einen hauptamtlichen Volontär anstrebt, der die Ehrenamtlichen bei den anstehenden Events unterstützt. Die beantragte Stelle sei auf zwei Jahre befristet.

Für den Stadtverband hat das Luftmuseum internationale Strahlkraft - schon jetzt, nach nur neun Jahren, erreicht allein durch ehrenamtliches Engagement. Etwa 2500 Stunden leiste das zwölfköpfige Museumsteam jährlich.

In den Augen der SPD ist das Luftmuseum so "zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens in Amberg geworden und stellt einen überregional wirkenden Werbeträger für die Stadt Amberg dar". Dies komme dem Bekanntheitsgrad der Stadt auf sehr originelle Weise zugute und steigere ihre Attraktivität nicht nur für Touristen.

"Auch die Qualität von Arbeitsplätzen wird am Ruf und dem Freizeitwert ihrer Umgebung gemessen, was den Innovationsstandort Amberg weiter stärken wird", so die SPD.
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