Hammergruppe für die Löwen

Aus zwei werden drei: Die Eishockey-Landesligisten spielen in der Saison 2015/16 in drei Staffeln. Der ERSC Amberg hat die wohl schwerste erwischt.

In der Eishockey-Landesliga Bayern gehen insgesamt 27 Mannschaften an den Start. Neu aufgenommen werden auf Antrag der TSV Erding (bisher Oberliga Süd) und der EHC 80 Nürnberg (bisher Bayernliga). Hintergrund ist die vorbildliche Nachwuchsarbeit beider Vereine, die insgesamt zwölf Jugendmannschaften für die kommende Saison gemeldet haben. Den Vereinen und ihren Spielern soll mit der Einstufung in die Landesliga eine gute sportliche Perspektive geboten werden. Außerdem werden der DEC Inzell und der TSV Trostberg (bisher Gruppe Nord/Ost) nach geografischen Gesichtspunkten umgruppiert.

Da sich hieraus ein zahlenmäßiges Ungleichgewicht zwischen den bisherigen Gruppen Nord/Ost und Süd/West ergibt, werden die 27 Mannschaften in drei Gruppen (Nord/Ost, Mitte, Süd/West) zu je neun Vereinen aufgeteilt. Ein Jahr später, zur Saison 2016/17, wird die Anzahl der Teams dann auf jeweils acht pro Gruppe reduziert, also 24 Landesligisten.

Platz vier muss das Ziel sein

Nach Einfachrunde in der Vorrunde qualifizieren sich die besten vier Mannschaften jeder Gruppe für die Zwischenrunde. Hier werden in zwei Gruppen mit je sechs Mannschaften die Teilnehmer für das Play-off-Viertelfinale ermittelt. Im Modus "best of three" wird in den Play-offs der Landesliga-Meister ausgespielt, der direkt in die Bayernliga aufsteigt. Der Vize-Meister bestreitet eine Relegation gegen den Vorletzten der Bayernliga. Die Vereine auf den Plätzen fünf bis neun der Vorrunde ermitteln in einer gruppeninternen Einfachrunde die pro Gruppe jeweils zwei Absteiger in die Bezirksliga. In der Nord/Ost-Staffel sind einschließlich der Amberger Löwen fünf der sechs Topteams der letztjährigen Nord/Ost-Gruppe versammelt, dazu auch noch der Ex-Bayernligist aus Nürnberg - da muss man sich enorm strecken, um unter die ersten Vier zu gelangen.

"Wird eine harte Saison"

Die Reaktionen bei den Verantwortlichen fielen entsprechend gemischt aus. Löwen-Vorstand Mustafa Sugle brachte es auf einen Nenner: "Die Neueinteilung ist grundsätzlich eine gute Sache. Es war mir aber irgendwie klar, dass wir in der Hammergruppe landen. Das wird eine harte Saison."
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