Handwerk baut auf Flüchtlinge

Zu Gast in der Handwerker-Hochburg Amberg (von links): Handwerkskammerpräsident Georg Haber, Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger, Handwerkstags-Präsident Georg Schlagbauer und Lothar Semper, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handwerkstages. Bild: jrh
Ein beherrschendes Thema der Mitgliederversammlung des Bayerischen Handwerkstages am Donnerstag in Amberg: die Flüchtlingsfrage. "Auf der einen Seite Menschen, die dringend eine berufliche Perspektive benötigen", beschreibt Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die Situation. Auf der anderen Seite suche das Handwerk Fachkräfte und Auszubildende. "Wir sind nun gefordert, daraus eine Win-win-Situation für alle zu machen."

Georg Schlagbauer, Präsident des Bayerischen Handwerkstages, sagt im Handwerk bestehe ein großes Potenzial für die Ausbildung von Flüchtlingen, zumal im vergangenen Jahr "in bayerischen Handwerksbetrieben rund 4700 angebotene Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben" seien - 1600 allein in Ostbayern. Knapp 100 Flüchtlinge absolvierten derzeit in Ostbayern ihre Ausbildung - "200 sind es, wenn man diejenigen aus den sicheren Herkunftsländer dazugerechnet", ergänzt Haber.
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