Handwerksbetriebe präsentieren sich in Luitpoldschule
Neue Wege der Nachwuchs-Suche

In persönlichen Gesprächen mit einem erfahrenen Gesellen oder vielleicht sogar mit dem künftigen Chef konnten sich Schüler und Handwerker zwanglos kennenlernen. Bild: lev
Amberg. (lev) Wenn es bei den Jugendlichen um die Berufswahl geht, sind die ersten Ratgeber und Ansprechpartner immer noch die Eltern. Aber woher bekommen sie das Wissen, was für ihre Kinder das Beste ist? Am Samstagvormittag gab es eine entsprechende Gelegenheit mit dem Schwerpunkt Handwerksberufe in der Sporthalle der Luitpoldschule.

"Bei dieser Veranstaltung möchten wir die Betriebe, die Schüler und die Eltern zusammenbringen", erzählte der Organisator dieses Berufsinformationstages, Gerald Haas vom Schulamt. Mittelschulschüler der 7., 8. und 9. Klassen aus Amberg, Sulzbach-Rosenberg und dem gesamten Landkreis konnten sich gemeinsam mit ihren Eltern gezielt über Handwerksberufe informieren, die nach Möglichkeit mit ihren Betrieben in der Region verhaftet sind und auch hier erlernt werden können.

Auch Eltern neugierig

"Wir merken auch deutlich die steigende Akzeptanz bei Eltern", freute sich der Organisator. Angemeldet hätten sich 50 bis 60 Interessenten, "heute gekommen sind bis zu 200". Auch die Zahl der teilnehmenden Schüler sei gestiegen. Das überrasche nicht, da es an diesem Tag viele Informationen aus erster Hand, sprich von den Handwerksmeistern und Auszubildenden aus unterschiedlichsten Betrieben gebe. Auch heuer war das Spektrum breit angelegt. Es begann bei der Landwirtschaft, reichte über Schreiner und Zimmerer bis hin zu Raumgestaltern, Köchen, Friseuren und Sozialpflege-Berufen. Zum ersten Mal waren auch der bürokaufmännische Bereich und der Einzelhandel mit dabei.

Die Breite macht's

Obwohl die Veranstaltung für etliche der jungen Besucher zum Teil mit einer Anwesenheitspflicht verbunden worden war, nutzten die Mädchen und Buben das Angebot mit sichtlich viel Interesse. So erzählte Anna aus der 8. Klasse der Luitpoldschule, dass sie zwar ihren Berufswunsch schon entdeckt habe - sie möchte Hörgeräteakustikerin werden -, aber es trotzdem sehr spannend fand, dass sie in die anderen Berufe reinschauen durfte.

Auch Anja, die mit ihrer Mutter Sandra da war, erzählte: "Es ist sehr gut, dass es so etwas gibt. Ich habe mir sehr viel Informationen geholt." Und die Neuntklässlerin fand sogar ihre Favoriten: "Also der Schreiner, oder irgendwas im Pflegebereich wäre schon ganz interessant."

Für alle Beteiligten war es sicherlich keine verlorene Zeit, die sie am Samstagvormittag in der Schule verbrachten. Auch für die ausstellenden Handwerker nicht: "An einem Ort haben wir die Möglichkeit alle Auszubildenden der nächsten zwei bis drei Jahre sehen", wusste Kreishandwerksmeister Hans Weber den Mehrwert der Veranstaltung aus der Sicht seiner Kollegen zu schätzen.
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