Hannelore Zapf neue Vorsitzende des Stadtverbands der SPD - Künftig ein Ortsverein
"Wir gehen einen neuen Weg"

Mein Ziel ist, die Neustruktur mit Leben zu erfüllen. Dafür haben wir ein großes Potenzial.
Brigitte Netta als Bürgermeisterin, Birgit Fruth als Fraktionsvorsitzende und seit Samstag nun Hannelore Zapf als Vorsitzende des Stadtverbands, der sich neu ausrichtet: Die SPD in Amberg setzt auf Frauen. Was schließlich den bisherigen Vorsitzenden Martin Seibert, der dieses Amt vier Jahre inne hatte, zu einer Bemerkung über die Frauenquote in der Partei veranlasste: "Das soll uns jemand in der SPD erst mal nachmachen."

Mit Wehmut verbunden

Um 14.59 Uhr waren am Samstag die bisherigen vier Ortsvereine der SPD in Amberg, aber auch der Stadtverband in seiner alten Form passé: Die Delegierten votierten für die Neuorientierung mit nur noch einem Ortsverein, der künftig den Namen Stadtverband trägt. Die neue Satzung nahm zwei Stunden später auch die Vollversammlung an. "Wir gehen einen neuen Weg", sagte Martin Seibert und führte an, dass sich dieser erst bewähren müsse. Dass innerhalb des Ortsvereins Arbeitsgemeinschaften gegründet werden sollen, trägt seinen Worten nach "sicher zur Belebung der Arbeit in der Partei bei".

Martin Seibert äußerte Verständnis, dass die Auflösung der Ortsvereine schon auch mit Wehmut betrachtet werde. Viele Mitglieder hätten sich in den kleineren Ortsvereinen besser aufgehoben gefühlt als im großen Stadtverband. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich: "Die Zukunft ist auf unserer Seite, wenn auch manche das nicht so sehen." Birgit Fruth, die Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, sprach gar von einem "historischen Tag für die Amberger SPD". Denn: "Wir beschreiten neue Wege", betonte sie. Den Stadtverband bezeichnete sie als Basis der Partei. "Damit steht und fällt die politische Arbeit in Amberg." Die Umstrukturierung ist für Bürgermeisterin Brigitte Netta ein wichtiges Signal. "Wir brauchen einen starken Stadtverband, der an der Basis ist." Dann nämlich sei er ein Seismograph, "dass die Botschaften bei uns ankommen."

Veranstaltungen vor Ort

Verständnis für die Umstrukturierung der Amberger SPD zeigte auch Michael Rischke, der jeweils im Vorstand des Kreisverbands Amberg-Sulzbach und des Unterbezirks ist. Im Kreis sei es ähnlich: "Kleinere Ortsvereine haben oft das Problem, einen neuen Vorstand zu finden, und werden deshalb zusammengelegt." An alle Mitglieder richtete er den Appell, Veranstaltungen vor Ort zu machen: "Man verliert sonst den Draht zu den Leuten vor Ort."

Die neue Vorsitzende Hannelore Zapf gab als Ziel aus, "die Neustruktur mit Leben zu erfüllen." Sie sieht im neuen Stadtverband große Chancen und kündigte an, ihren Fokus auch auf die Mitgliederwerbung zu legen. (weiterer Bericht auf Seite 25)
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