Happy End wie im Kino

Auge in Auge: Julia Engel von der HG Amberg (rechts) behauptet den Ball vor der angreifenden Lena Kranich von der TS Herzogenaurach II (links). Bild: Ziegler

Martin Feldbauer fühlt sich zuerst im "falschen Film", aber dann zeigen ihm seine Damen, wie der "richtige Streifen" aussieht.

Nach der enttäuschenden Vorstellung und der daraus resultierenden 22:30-Auswärtsniederlage beim TV Altdorf waren die Damen der HG Amberg auf Rang neun der Handball-Bezirksoberliga abgerutscht. Für das Heimspiel gegen die TS Herzogenaurach II am Samstag hatte HG-Coach Martin Feldbauer Wiedergutmachung gefordert. Keine leichte Aufgabe, denn die Bayernliga-Reserve spielte bislang eine sehr ordentliche Saison und zudem stand nur ein Mini-Aufgebot zur Verfügung. Neben den langzeitverletzten Franzi Karl und Tina Lösch standen auch Corinna Engelbrecht und Chrissy Beer nicht zur Verfügung.

Der verbliebene Kader rückte dadurch aber noch enger zusammen und wurde zudem durch Anja Belmer verstärkt. Die ersten fünf Minuten fühlte sich Trainer Feldbauer noch wie "im falschen Film", also im Altdorf-Spiel, doch ab dann spielten sein Team "genau den Streifen, den ich bestellt hatte." Die 6:0-Defensive war an diesem Spiel "brutal stark", die Hilfen waren da und mit Kerstin Hübner stand ein glänzender Rückhalt zwischen den Pfosten. Im Angriff wurde "ohne Rücksicht auf Verluste" die Zweikämpfe gesucht und oft gewonnen, das Umschaltspiel aus erster und zweiter Welle klappte ebenfalls hervorragend.

Die 13:7-Pausenführung war dann schon ein ordentliches Polster. Und auch nach Wiederanpfiff kämpfte die Deckung um jeden Ball und in der Offensive klappten auch die Auslösehandlungen. Bereits ab der 45. Minute war dann die Messe gelesen, was angesichts des kleinen Kaders sehr beruhigend war. Der in dieser Höhe nicht erwartete 29:18-Heimsieg war eine Willensleistung, zu der Trainer Feldbauer alle Spielerinnen beglückwünschte.

Aus einem guten Kollektiv hob Feldbauer neben Keeperin Hübner auch die elffache Torschützin Isi Behringer und Antreiberin Nadine Pohl hervor. Lohn für die tolle Leistung war der Sprung auf Rang sechs im Zwölferfeld.

HG Amberg: Tor: Hübner, Schobert; Feld: Behringer (11/5), Deml (5), Belmer (4/1), Pohl (3), Engel, Frisch (je 2), Aygün, Maget (je 1), Wagner.
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