Harlekin für die ganz Kleinen

Das Harlekin-Team hilft früh- oder risikogeborenen Kindern und deren Eltern, erleichtert den Familien den Übergang von der Klinik ins eigene Zuhause und unterstützt die Betroffenen, den Alltag zu bewältigen. Bild: hfz

Flika startet ein neues Projekt: Harlekin. Im Mittelpunkt des Nachsorgemodells stehen dabei die ganz Kleinen: früh- oder risikogeborene Kinder.

Der Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien Amberg (Flika) will mit Harlekin betroffenen Familien den Übergang vom stationären Aufenthalt in der Klinik nach Hause erleichtern und bei Problemen, die in dieser Situation entstehen können, Hilfe anbieten. Für dieses Projekt arbeiten Flika, die Klinik für Kinder und Jugendliche von St. Marien und die interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe Hand in Hand.

Kompetente Hilfe

"Die Familien werden von einer Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und einer Fachkraft der Frühförderstelle nach der Entlassung von Anfang an begleitet und bekommen so kompetente fachliche Hilfe, damit sie zuhause mit der neuen, ungewohnten und oft auch nicht ganz einfachen Situation gut zurechtkommen", erklärte Flika-Vorsitzende Margit Meier.

Die intensive Betreuung soll den Eltern Sicherheit und Routine geben, beispielsweise in Fragen der Pflege, der Ernährung oder Entwicklung ihres Babys. "In der Klinik sind dafür die Ärzte und Pflegekräfte verantwortlich", so Dr. Andreas Fiedler, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche. "Das gibt den Eltern Sicherheit. Zuhause sind sie erstmals alleine verantwortlich. Das macht oft unsicher." Viele hätten Angst, etwas falsch zu machen. Durch Harlekin bekämen sie Sicherheit, würden ihre elterlichen Kompetenzen wiedergewinnen. Sollten bei einem Kind Entwicklungsverzögerungen oder -störungen auftreten, würden die Fachleute dies frühzeitig erkennen und Betreuungs- und Therapiemaßnahmen in die Wege leiten. "Auch das entlastet Familien enorm", so Meier.

Ministerium schiebt an

Die zum 1. Oktober gestartete Harlekin-Nachsorge unterstützt das bayerische Sozialministerium mit einer dreijährigen Anschubfinanzierung und anschließender Regelförderung. Infos zu Harlekin bei Margit Meier (38 12 02) sowie im Internet (www.flika.de; www.harlekin-nachsorge.de).
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