Hartz IV-Empfänger bekommen allenfalls im Einzelfall Hilfe bei Wohnungsproblemen
"Keine explizite Unterstützung"

Wenn sich Hartz-IV-Empfänger bei der Wohnungssuche allein gelassen fühlen, gibt es im Einzelfall Unterstützung vom Bündnis für Familie. Sonja Schleicher, Geschäftsführerin des Jobcenters AM-AS betonte, dass die Kommune darüber befindet, welche Wohnungen für Leistungsempfänger angemessen seien. Am Montag fällt die Entscheidung über den grundsicherungsrelevanten Mietspiegel im Stadtrat.

Welche Wohnungsgröße ist für eine alleinerziehende Hartz-IV-Leistungsempfängerin angemessen?

Eine Definition dessen, was unter angemessen zu verstehen ist, welche Wohnungsgrößen, Ausstattungsmerkmale und Mietpreisobergrenzen jeweils anzusetzen sind, wurde vom Gesetzgeber nicht vorgenommen, sondern obliegt den jeweiligen kommunalen Trägern der Grundsicherung, hier der Stadt Amberg, unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten vor Ort. Der neue Mietspiegel wird am Montag im Stadtrat beraten.

Gibt es vom Amt Unterstützung bei der Wohnungssuche?

Es gibt keine explizite Unterstützung bei der Wohnungssuche. Bei Nachfrage wird grundsätzlich auf die Annoncen in den örtlichen Tageszeitungen sowie auf die Wohnungsbaugesellschaften hingewiesen. Im Rahmen des Projekts "KAJAK" wird auch im Einzelfall gemeinsam mit den Netzwerkpartnern aus dem Bündnis für Familie nach Lösungen bei Wohnungsproblemen gesucht.

Gibt es Besonderheiten bei Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger?

Nein. Grundsätzlich ist der Mietvertrag ein privat-rechtlicher Vertrag zwischen Mieter und Vermieter, das Jobcenter AM-AS ist kein Vertragspartner. Es gibt keine Besonderheiten, Hartz-IV-Empfänger kommen genauso an Wohnungen wie Nicht-Hartz-IV-Bezieher.
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