Hauptsache, sie machen mit
Angemerkt

Den Ausspruch "Rama dama" soll der ehemalige Münchener Oberbürgermeister Thomas "Dammerl" Wimmer geprägt haben. Diese Aufforderung in Mundart bedeutet auf Hochdeutsch etwa "aufräumen tun wir". Wimmer forderte damals die Bevölkerung auf, die Trümmer der zusammengestürzten Ruinen des Zweiten Weltkrieges wegzuschaffen. Wer heute von Rama dama spricht, denkt in erster Linie an Kinder im Grundschulalter (oder noch jünger), die in einheitlichen T-Shirts und mit Müllsäcken losziehen, um im Umkreis ihrer Schule oder ihres Kindergartens für Sauberkeit zu sorgen.

Der erzieherische Wert dieser längst etablierten Aktion ist unbestritten, doch Stadtrat Hans-Jürgen Bumes liegt auch richtig, wenn er sagt, dass der Abfall gar nicht erst entstehen dürfte. Doch wie soll das geschehen? Gäbe es ein Patentrezept, eine gangbare Lösung, die Städte und Gemeinden hätten längst für Abhilfe gesorgt. In anderen Teilen der Republik werden Asylbewerber dazu aufgefordert, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen und den Wohlstandsmüll einzusammeln. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit.

Wesentlich besser wäre aber der Vorschlag, auch die älteren Jahrgänge zu verpflichten, sich am Rama dama zu beteiligen, den Schulen die Terminwahl aber selbst zu überlassen. So würde die Zahl der Teilnehmer sicher ganz schnell wieder nach oben gehen. Bei aller gebotenen Vorsicht während der Vegetationsperiode: So viel können kleine Kinderhände gar nicht kaputt machen.



Im Blickpunkt Justiz noch stärker präsent

Amberg. (zm) Am Rande der Amtseinführung des neuen JVA-Leiters Peter Möbius ging Justizminister Winfried Bausback auch darauf ein, dass Amberg "als Justizstandort ganz erheblich gestärkt und ausgebaut wird". Er sprach damit die vor wenigen Wochen bekanntgegebene Zuteilung der IT-Stelle der bayerischen Justiz im Zuge der Behördenverlagerung an. Sie bringt nach den bisherigen Plänen knapp über 60 neue Arbeitsplätze in die Stadt.

Oberbürgermeister Michael Cerny setzt große Hoffnungen in diesen Schritt, da er von einer "weiter fortschreitenden EDV-Durchdringung der Justiz" ausgeht. Damit, so der OB in einem Grußwort, sei erwiesen, dass die JVA kein nur abgegrenztes Leben als Stadt in der Stadt führe, sondern im Verbund mit dem Land- und Amtsgericht sowie der Staatsanwaltschaft Amberg als Standort aufwerte und attraktiv mache.
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