Heimliche Stars auf vier Pfoten

Vorsitzender Stefan Birner (rechts) eröffnete die Zuchtausstellung und gab den Gästen Informationen.

Die örtliche Prominenz war massiv vertreten, die Hauptdarsteller blieben jedoch davon ziemlich unbeeindruckt. Es waren 150 Kaninchen aus 18 Rassen und Farbenschlägen, frisch dekoriert.

Der Kaninchenzuchtverein Amberg und Umgebung präsentierte die Prachtstücke bei seiner traditionellen Rassekaninchenausstellung im Vereinsheim in der Gartenkolonie "An der Vils". Nicht nur alltägliche Kuschel-Kaninchen: Ausstellungsleiter Stefan Birner, zugleich Vorsitzender, hatte exzellente Tiere mit klangvollen Namen und schillernden Farben den staunenden Besuchern dargeboten: Schwarzgrannen, Blau-graue Wiener, Schwarz-weiße Russen, Deutsche Widder wildfarben-weiß, Rote Neuseeländer, Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß, Thüringer, schwarz-weiße Holländer. Für den Kenner wurde die Crème de la Crème unter den zur Schau gestellten Rassetieren gezeigt.

Am Samstagvormittag wurde die zweitägige Ausstellung eröffnet, tags zuvor hatten die Oberpfalz-Preisrichter Karl Schön, Hans Schiener und Bernd Dietl bereits beste und gute Zeugnisse verteilt, die sich hauptsächlich in den Prädikaten sehr gut bis hervorragend bewegten. Dabei sind die Kriterien streng, wie Zuchtwart Rudolf Koller versicherte.

Jede Menge Arbeit

Im Vereinsheim hatten die Ausstellungsleiter Stefan Birner und Heinz Bauer schon Tage vorher jede Menge Arbeit. Der Ausstellungskatalog war zu bearbeiten, die Käfige waren aufzubauen und auszuschmücken, die Tiere galt es zu füttern und zu versorgen, eine große Tombola zu organisiere - die Mannschaft hat das bestens gelöst.

Bei der Begrüßung ging Stefan Birner darauf ein, dass "Ausstellungen wie diese für unsere Züchter von sehr großer Bedeutung sind, da sie hier die Ergebnisse ihrer liebevollen und monatelangen Arbeit zeigen können". Die sei mit viel Hingabe und Zeit verbunden, auch ein Teil des kulturellen Lebens, dem ein sicherer Platz in unserer Gesellschaft zukommen müsse.

Des Lobes voll zeigte sich Landrat Richard Reisinger. "Anders als im Landratsamt gibt's da was zu sehen, gibt's da was zum Anfassen", sagte er, und half dem Kaninchenzuchtverein mit einem Scheck nach. Wie auch Bürgermeisterin Brigitte Netta, die die Grüße der Stadt und des Schirmherrn Oberbürgermeister Michael Cerny überbrachte.

"Auch Naturschutz"

Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl sah in der Ausstellung eine gute Möglichkeit, das Interesse der Jugend für die Tiere zu wecken. Für die Gemeinde Kümmersbruck gratulierte zum Erfolg Bürgermeister Hubert Blödt. Zuerst hatte Veterinärdirektor Werner Pilz nach tierärztlicher Kontrolle grünes Licht gegeben. Tierschutz sei auch Naturschutz, betonte er, verbunden mit einem Kompliment an die Veranstalter.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.