Heißmann und Rassau verteilen Verbal-Watschen
Deppendarsteller aus Überzeugung

Volker Heißmann und Martin Rassau (rechts) glänzten nicht nur mit ihren knalligen Anzügen sondern - wie könnte es auch anders sein - als Waltraut und Mariechen im ACC. Bild: gf
Mit Kniefall und tiefster Verbeugung entschuldigte sich Volker Heißmann am Dienstag im rappelvollen ACC, dass es mit dem ursprünglichen Termin am 29. Dezember nicht geklappt habe. Am Dienstag galt es aber für ihn und Martin Rassau. "Wo kommen sie denn alle her?", wollte Heißmann wissen und da waren die Amberger in der Minderzahl. Zwei Gäste kamen sogar aus Coburg und hatten auch für den 29. Dezember Karten gehabt. "Wissen Sie was, Sie bekommen von mir nach der Vorstellung zwei Karten für unser Gastspiel am 14. Juni in Coburg", versprach das Duo.

In der Polizeikontrolle

Amberg sei eine der ersten Städte gewesen, in der sie gastierten, nachdem sie als Waltraud und Mariechen beim Veitshöchheimer Fasching für Furore gesorgt hatten. "Wir haben sie damals verstanden, sie uns noch nicht." Ein Theaterprogramm aus dem Jahr 1912 sei ihm untergekommen, sagte Volker Heißmann, und da sei ein Deppendarsteller angekündigt worden. Diesen Beruf habe er sich in seinem Ausweis vermerken lassen.

Als er in Österreich von einem Polizisten angehalten wurde und der wissen wollte, was ein Deppendarsteller sei, habe er geantwortet "jetzt sind wir schon zu zweit".

Die Erzfeinde

Viele verbale Watschen gab es für Fürths Erzfeinde, die Nürnberger. Die Fürther würden die Nürnberger echt lieben, denn die brauche man für die 2. Fußball-Bundesliga. Als ihm sein Navi mit stetigen Anweisungen nervte, habe Heißmann es angebrüllt: "Fahr zur Hölle!". Wo sei er gelandet, natürlich in Nürnberg. Heute würden sie in Bayerns Shopping-Metropole gastieren, in Amberg, ganz ideal, wenn man nichts brauche. Nahezu auf den Leib geschneidert ist dem Volker Heißmann die im Ausweis vermerkte Berufsbezeichnung Deppendarsteller. Martin Rassau mimt meist den Intelligenten, Überlegenen und Volker Heißmann stellt sich von einem Gag zum anderen blöder an. Als Partnervermittler tritt Martin Rassau an und Volker Heißmann "sucht Frau". Was denn seine Pluspunkte seien, will Rassau wissen.

Er sei sparsam, so Heißmann, benutze Hakle Feucht, das er in der Spülmaschine wieder rauswasche. Samstag sei Badetag, da nutzen Mami und er das gleiche Badewasser, außerdem brauche er nur zwei Waschlappen, einen für Gesicht, den anderen für die großen Backen. Unbedingt schön müsse die Künftige nicht sein, wichtiger seien innere Werte. Als Rassau mit allem seinen Computer gefüttert hatte, kam ein Vorschlag für Heißmann raus, Angela Merkel.

Die beiden Komödianten meckern darüber, dass man eine normale Tasse Kaffee kaum mehr kaufen kann, nur noch "Coffee to go", wo man sich am dünnen Papierbecher die Finger verbrenne.

Waltraut und Mariechen

Nach der Pause kommen Heißmann und Rassau in ihrer Paraderolle als Waltraud und Mariechen. Es geht um skypen, surfen und Codes, natürlich versteht die eine stets falsch, was die andere meint. Zu Irritationen kommt es noch im Handy-Laden mit Twitter und Gewitter oder eine Flatrate, bei der man 24 Stunden lang könne, so lange man wolle. Eine Dockingstation brauche er nicht, so Volker Heißmann, sein Hund schlafe im Keller. Kaum war die Vorstellung vorbei, saßen die beiden schon im Foyer des ACC, gaben Autogramme und waren für manchen Spaß zu haben.
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