Herding mit neuem Gesicht

Zwischen altem Bürotrakt (links) und den neuen Hallen (am rechten Bildrand) soll bis 2017 der neue Verwaltungsbau entstehen. Bild: Hartl

Die Firma Herding baut ihren Unternehmenssitz aus - nicht nur, um die Produktionskapazitäten zu erweitern, sondern auch, um die Verwaltung neu aufzustellen. Nach dem Bau zweier neuen Hallen folgt bis 2017 ein repräsentatives Empfangsgebäude.

"Die Investition von rund 2,6 Millionen Euro ist für uns ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und gerade Amberg. Hier sind wir Überzeugungstäter", sagte Geschäftsführer Dr. Urs Herding bei der Feier zur Inbetriebnahme der beiden Gebäudeteile. Es sind die Hallen sechs und sieben mit insgesamt 1800 Quadratmetern Nutzfläche am Firmensitz in der August-Borsig-Straße. Sie dienen zum Zusammenstellen der Produkte, die in die Endmontage gehen. "Damit haben wir die ausgelagerten Teilflächen auf dem eigenen Gelände vereint", erklärte Herding. "Jetzt sind die Wege wieder kürzer, jetzt haben wir alles im Blick."

Weiterer Bau bis 2017

Das Unternehmen, das sein Vater seit 1977 aufgebaut habe, sei in Amberg gut aufgehoben. Große Stärke des Standortes seien die Mitarbeiter und das vorhandene Know-how, darüber hinaus die hervorragende Infrastruktur im Umfeld. Auch deswegen habe sich die Firmenleitung entschieden, ein neues Verwaltungsgebäude mit Empfangs- und Seminarräumen sowie mit einer Kantine zu errichten. Für den Verwaltungsneubau sind 1250 Quadratmeter vorgesehen, für Küche und Speiseraum weitere 500. Das Baufeld ist bereits hergerichtet, 2016 sollen die Vorbereitungen so weit reifen, dass 2017 die Fertigstellung gefeiert werden kann.

Zwischen Spatenstich und Inbetriebnahme der beiden Hallen sind fünf Monate vergangen. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch eine neue Zufahrt und ein großzügiger Mitarbeiter-Parkplatz angelegt. Firmengründer Walter Herding blickte zurück auf die Anfangsjahre. 1977 habe er das Unternehmen gegründet. Bereits zwei Jahre später sei er vor der Frage gestanden, den Firmensitz zu erweitern. "Als die Baumaßnahmen 1982 abgeschlossen waren, habe ich mir gedacht: Das ist jetzt dein Lebenswerk. Ich hab mir das damals nicht vorstellen können, dass wir heute hier stehen", sagte er.

Auch der Senior-Chef dankte den Mitarbeitern und verdeutlichte seine Unternehmensphilosophie: "Unser Ziel ist es nicht, eine der größten Filter-Firmen in Deutschland zu werden. Unser Ziel ist es, bei dem, was wir gut können, noch besser zu werden." Herding entwickelt und produziert Filtersysteme für die Industrie. Das Unternehmen beschäftigt in Amberg 250 Mitarbeiter, an verschiedenen Auslandsstandorten kommen noch einmal rund 100 dazu.

Aushängeschild für Amberg

Oberbürgermeister Michael Cerny bezeichnete das Unternehmen als "Aushängeschild für den Standort Amberg". Neben Architekt Heinrich Benker wünschten auch Kirchenvertreter viel Glück. Pfarrer Michael Jakob (St. Konrad Ammersricht) und Pfarrer Joachim von Koelichen (Paulanergemeinde) segneten die neuen Betriebsräume.
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