HG Amberg droht der Tabellenkeller - Bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld
Im Derby gewaltig unter Druck

Zweites Derby für die Bezirksoberliga-Handballer der HG Amberg in Folge: Am Samstag, 18. Oktober, sind sie um 19.15 Uhr zu Gast bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Die Stimmung im HG-Lager könnte besser sein: Vor zwei Wochen brachten sich die Amberger in Regensburg nach komfortabler Halbzeitführung selbst um den Sieg, in der vergangenen Woche fühlte sich Trainer Roland Schmid bei der 23:24-Niederlage im Landkreisduell mit der Auerbacher Bayernliga-Reserve von den Schiedsrichtern verschaukelt. Unterm Strich bedeutet diese eine Ausbeute von 2:4 Punkten.

Der Gegner hat es da besser: Zwei Erfolgen zum Saisonauftakt folgte am vergangenen Wochenende die erste Niederlage. Die Siege holte die Truppe von Trainer Daniel Kessler übrigens genau gegen Regensburg und Auerbach, gegen die die HG alle vier Zähler liegen ließ. Dadurch dürfte sich eine leichte Favoritenrolle für Nabburg/Schwarzenfeld ergeben, zumal die HSG vor eigenem Publikum antreten darf. HG-Trainer Schmid baut aber auf die eigenen Depotgesetze, zumal die Amberger in den vergangenen Jahren häufiger im Schwarzenfelder Sportpark gewannen. Trotz der beiden Niederlagen zuletzt ist der Trainer überzeugt: "Der eingeschlagene Weg, junge Spieler kontinuierlich heranzuführen, ist der richtige. Da gibt es natürlich auch Rückschläge, aber aus den Negativerlebnissen lernt man am meisten."

Die Mannschaft weiß, dass sie nur gewinnen kann, wenn sie über die kompletten 60 Minuten ihr Potenzial abruft. Auch Zeitstrafen für Reklamieren sind kontraproduktiv und dürfen einfach nicht mehr vorkommen. "Ein Erfolg lässt sich nur über die Abwehr realisieren", prophezeit Schmid. Und die fängt gegen die HSG im Angriff an, da nur mit konsequenten Abschlüssen und unverzüglichem Rückzug das Konterspiel sowie die schnelle Mitte der pfeilschnellen Außenangreifer zu stoppen ist. Das Gegenstoßspiel wird vom starken Torhüterduo Florian Sturm, der wie Linkshänder Tobias Held und Allrounder Florian Forster vom Bezirksoberliga-Absteiger FC Neunburg vorm Wald zur HSG wechselte, sowie der tschechischen Torhüterlegende Martin Strejc, der in seine x-te "letzte Saison" geht, befeuert.

Die Gäste, die nicht auf ihre parallel spielenden A-Jugendlichen zurückgreifen können, dürfen den Aufsteiger schon allein wegen der Tabellensituation nicht unterschätzen. Ein Sieg wäre enorm wichtig, denn sonst rutscht die HG tief in den Tabellenkeller. Das wollen vor allem Torhüter Martin Feldbauer und Linkshänder Daniel Gschrei verhindern: Beide spielten lange Zeit für die HSG und deswegen ist die Partie für sie mehr als nur ein Derby. Die HG hofft für diese richtungweisende Begegnung, dass viele Schlachtenbummler mitfahren und den Sportpark in ein Tollhaus verwandeln.

Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer. Feld: Hirsch, Wagner, Strasser, Schreiner, Andersch, Streber, Pömsl, Lulla, Sammet, Schloder, Schobert.
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