HG Amberg patzt in der Schlussphase gegen TSV Neutraubling und kassiert 24:27-Niederlage
Weinen hilft überhaupt nichts

Die Bezirksoberliga-Handballer der HG Amberg konnten eine 22:19-Führung nicht über die Zeit retten und mussten sich dem Aufstiegskandidaten TSV Neutraubling mit 24:27 (12:12) geschlagen geben.

Die Amberger wollten im dritten Vergleich mit den Neutraublingern nach deren Wiederaufstieg in die Oberliga endlich den ersten Sieg einfahren und dazu den Schwung aus dem Heimsieg über Tabellenführer HC Forchheim mitnehmen.

Die Gäste konnten sich nach zwei ungeplanten Niederlagen - am vergangenen Wochenende setzte es beim bis dato punktlosen Schlusslicht OG Erlangen sogar eine 17:26-Abfuhr - keinen weiteren Ausrutscher erlauben und Trainer Kay-Uwe Pekrul hatte dementsprechend ebenfalls einen Sieg von seinen Mannen gefordert. Zunächst kamen die Hausherren besser in die Partie und gingen mit 4:2 in Führung. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier leidenschaftlich kämpfenden Abwehrreihen. Nachdem die Neutraublinger nach rund 20 Minuten beim 9:7 ihrerseits in Front lagen, drehte die Heimmannschaft noch einmal auf und so wurden beim Stande von 12:12 die Seiten gewechselt.

Auch nach Wiederanpfiff bekamen die Zuschauer in der GMG-Dreifachturnhalle - einige von ihnen sprachen von "Landesliga-Niveau" - eine spannende und gutklassige Partie zu sehen. Erneut waren es die Hausherren, die besser aus den Startlöchern kamen und sich leicht absetzen konnten. Der Vorsprung betrug beim 21:18 erstmals drei Tore und auch beim 22:19 sah es so aus, als ob den Ambergern ein weiterer Favoritensturz gelänge. Doch ausgerechnet in der entscheidenden Phase leisteten sich die Gastgeber einige Fehler zu viel, die von den Neutraublingern eiskalt bestraft wurden. So drehte der TSV - gestützt auf die Haupttorschützen Elgeti (10/4) und Nürger (7) - die Partie noch einmal und setzte sich in der Schlussphase ab. Den Ambergern lief die Zeit davon und so musste das Heimteam eine 24:27-Niederlage quittieren. HG-Coach Roland Schmid war dennoch zufrieden: "Eine Trefferquote von 60 Prozent und eine Torhüterquote von 40 Prozent - da kann man nicht meckern. Alle Spieler haben ihre Leistung gebracht, das sieht man auch an der Torschützenliste, wir haben lediglich drei Fehler zu viel gemacht."

Angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz wäre etwas Zählbares laut Schmid zwar "Gold wert gewesen", dennoch helfe Nachweinen nichts. Stattdessen solle sein Team, erneut mit drei A-Jugendlichen besetzt, auf der Leistung aufbauen und sich am kommenden Sonntag in Altdorf wichtige Punkte holen.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Krieg; Feld: Hirsch (5/3), Wagner (4), Streber, Strasser (je 3), Ringeisen, Gschrei, Rohrbach, Andersch (je 2), Kührlings (1), Sammet, Schobert.
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