HG Amberg verspielt Sechs-Tore-Vorsprung - Viele Fehler
Von allen guten Geistern verlassen

Komplett selbst verschuldet war die 24:26 (15:10)-Niederlage der HG Amberg in der Handball-Bezirksoberliga beim ESV Regensburg. Die Gäste führten bereits mit sechs Treffern, leisteten sich dann aber zahlreiche Fehler und bauten einen eigentlich bereits geschlagenen Gegner wieder auf.

Gestützt auf einen bärenstarken Torhüter Martin Feldbauer und einen gewohnt treffsicheren Tobias Hirsch warfen die Amberger einen 11:4-Vorsprung nach knapp 16 Minuten heraus und verteidigten diesen bis zum dritten Treffer des gut aufgelegten Max Schobert (24.). Der musste dann nach einem ungeahndeten Foul aber mit einer Platzwunde vom Feld und konnte fortan nicht mehr eingesetzt werden.

Die Gäste spielten sich weiterhin genügend gute Chancen heraus, aber auch mit dem eingewechselten ESV-Torhüter Maxi Miersch eine Art Jägerball in dessen Lieblingsecke. So verpassten sie Amberger die Vorentscheidung. Doch die 15:10-Führung zur Pause war immer noch vielversprechend, zumal der bis dato beste ESV-Angreifer Martin Kuttenberger nach einem Foul kurz vor der Pause mit der Roten Karte vom Feld geschickt wurde.

Einfach alles sprach also für die Amberger, die aber nach Wiederanpfiff wie von allen guten Geistern verlassen agierten. Die zweiminütige Überzahl nach der Disqualifikation des ESV-Linksaußens sollte die Weichen für den Auswärtssieg stellen, doch ein hanebüchenes Rückhand-anspiel und ein nicht fangbereiter Einläufer sorgten für zwei vollkommen unnötige Ballverluste. Die Hausherren holten in Unterzahl zwei Tore auf, tankten Selbstvertrauen und die Halle wachte auf. So riss sich die HG mit dem Hintern mit nur zwei Angriffen das ein, was sie sich in 30 Minuten mit den Händen mühevoll aufgebaut hatte.

Auch eine frühe Auszeit von Trainer Roland Schmid brachte keine Besserung: Seine Mannen spielten im Angriff nicht mehr konsequent genug und produzierten auch im Deckungsverbund Schnitzer - planloses Einrücken der Außen, fehlendes Ausblocken der Angreifer bei Abprallern und mangelnde Absprachen. Auf einmal lief alles für die Regensburger. Ein Treffer von Torhüter Miersch, der den herausgeeilten Kollegen Feldbauer mit einem Distanzwurf überwand, und ein Siebenmetergeschenk sorgten für den Ausgleich (40.). Dieses Pech - zu strittigen Schiedsrichterentscheidungen kamen auch noch zwei Holztreffer, deren Abpraller im Gegenzug von Regensburg verwertet wurden - hatten sich die Gäste aber selbst eingebrockt. Die Fehler in der Deckung und das Werfen in die bevorzugte Ecke des Torhüters sorgten letztendlich für die 24:26-Niederlage.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer. Feld: Hirsch (9/3), Schobert Wagner (je 3), Strasser, Schloder (je 2), Ringeisen (2/1), Lulla, Pömsl, Sammet (je 1), Andersch, Gschrei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.