Hier zahlen alle mit
Angemerkt

Wer zahlt denn eigentlich die Zeche? Nach der großangelegten Suchaktion vom Sonntag (AZ vom Montag) wurde diese Frage mehrfach an die Redaktion gerichtet. Es dürften einige Tausend Euro zusammenkommen, die dieser Einsatz mit Hubschrauber, Drohne, Hunden und über 150 Kräften von Feuerwehren, Polizei, BRK, Wasser- und Bergwacht sowie THW und DLRG gekostet hat. "Ganz klar, wir alle", sagte Polizeisprecher Peter Krämer dazu am Montag. Schließlich sei bei der Alarmierung nicht deutlich gewesen, was mit dem spurlos verschwundenen Unfallfahrer nahe der Speckmannshofer Kreuzung geschehen war.

Der Mann hätte verletzt Hilfe gesucht haben können oder einfach unter Schock weggelaufen gewesen sein. "Jedenfalls ging es um ein Menschenleben", erklärte Krämer das Großaufgebot. Nur im Falle von grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz würde sich die Lage anders darstellen.

Jeder von uns könnte selbst in eine solche Situation geraten. Und wäre dann froh über rasche und unbürokratische Hilfe. Da kann man dem Hauptkommissar nur beipflichten: Im Fall der Fälle ist der Staat - sind wir alle - zur Stelle. Und das ist gut so. Übrigens: Der körperlich unversehrt gebliebene 55-Jährige kam - nachdem er am Nachmittag zu Hause aufgetaucht war - wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustandes ins Bezirkskrankenhaus nach Regensburg und ist dort noch immer.

erich.lobenhofer@zeitung.org
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