Hintergrund

Das verheerende Erdbeben 2010 kostete über 200 000 Menschen in Haiti, einem der ärmsten Länder der Welt, das Leben. Die Hauptstadt Port-au-Prince und weite Regionen lagen in Trümmern. Nur die Hälfte der etwa 1,3 Millionen Obdachlosen fand in provisorischen Camps eine Notunterkunft. Die Situation der Straßenkinder in Haiti war und ist besonders prekär. Sie verdienen ihr Geld, indem sie mit einem Lumpen in der Hand Autos abstauben, betteln, Selbstgebasteltes und Süßigkeiten verkaufen. Ab einem bestimmten Alter leben viele Mädchen von Prostitution und sind dabei dem hohen Risiko der Aidsinfektion ausgesetzt. Manche von ihnen haben mit 18 Jahren schon drei Kinder. Zahlreiche Jugendliche sichern durch Stehlen, Rauben und Dealen ihr Überleben. An Schul- oder Berufsausbildung ist nicht zu denken. Nachts schlafen sie auf dem Boden der Bürgersteige, auf Treppenstufen oder unter Brücken. Schwierig wird es, wenn der tropische Regen fällt. Dann gibt es keinen Ort, an dem man trocken bleibt.
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