Hintergrund

Was ein richtiges Landschaftsschutzgebiet ist, das braucht auch eine entsprechende Verordnung. Neun Paragrafen umfasst die im Falle "Ammerbachtal". Darin wird unter anderem definiert, welches Gelände gemeint ist (der im Westen von Amberg liegende Talraum des Ammerbachtales), dass die Fläche 183,2 Hektar misst und in ihrer Schönheit, Vielfalt und Eigenart erhalten werden soll.

Paragraf 5, Verbote, hat wiederum 15 Unterpunkte und regelt unter anderem, dass im Landschaftsschutzgebiet nicht gebaut werden darf, dass nicht zu graben oder aufzuschütten ist, keine neuen Wege errichtet werden dürfen und die Felsen dort liegenzubleiben haben, wo sie jetzt sind. Kurz: Das Gelände hat so zu bleiben, wie es jetzt ist. Für Zündstoff könnte nach Ansicht des Umweltausschusses Unterpunkt 13 sorgen, nach dem verboten ist, "außerhalb behördlich zugelassener Flächen Hunde frei laufen zu lassen".

Eine Vorschrift, die nach Aussage von Dr. Bernhard Mitko nicht aus Böswilligkeit erlassen worden ist. "Es hat sich aber herausgestellt, dass der Bereich ein ideales Revier für Bodenbrüter ist", sagte Mitko. Die aber würden durch frei laufende Hunde gestört und nicht mehr brüten. Aus diesem Grund, so ergänzte Hans-Jürgen Bumes (Grüne), seien in diesem Bereich fast keine Lerchen mehr anzutreffen. Als Ausgleich für die Hundebesitzer sollen nun an anderen Stellen Freilaufzonen ausgewiesen werden, so der Umweltreferent. (ass)
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