Hintergrund

Die Krankenversorgung im Mittelalter war aufgeteilt, erläutert Stadtheimatpflegerin Beate Wolters - zwischen Spital und Leprosenhaus. In Letzterem landeten die unheilbar Kranken: "Die Lepra war nicht heilbar, die Erkrankten wurden ins Leprosenhaus abgesondert", während die "harmloseren" Fälle im Spital gepflegt wurden.

Dieser Unterschied zeige sich auch in der Lage dieser Einrichtungen: "Das sagt schon viel über die Gefährlichkeit aus." Das Spital - eine Stiftung Ludwigs des Bayern von 1317 - lag nur anfangs außerhalb der ersten, kleinen Stadtmauer. Schon wenig später bauten die Amberger ihre große Mauer, die das Spital dann in die Stadt einbezog.

Die Siechenhäuser dagegen logierten weiterhin möglichst weit außerhalb.(eik)
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