Hintergrund

Für Stadtpfarrer Franz Meiler ist die strittige Sache am Berg nicht mehr als eine rechtliche und sachliche Anforderung, die erfüllt werden muss. "Es gibt Dinge, die wir nicht in der Hand haben", wirbt er um Verständnis und bricht eine Lanze für das deutsche Kirchenrechts- und Verordnungssystem, das vieles schriftlich und sauber regele. "Ich kenne das seit Jahrzehnten nicht anders", weiß der Stadtpfarrer aus seiner Gemeinde ein Lied zu singen. Daraus abzuleiten, St. Martin stelle sich nun besonders "stur" und bürokratisch an, sei der falsche Schluss. Und wenn dadurch sogar eine gewisse Resignation bei den Patres entsteht, die solche "typisch deutschen" Vorschriften aus ihrem Heimatland vielleicht nicht gewöhnt sind, werde es doppelt schwierig.

Davon möglicherweise "das Bleiben oder Gehen abhängig zu machen", findet Meiler "nicht in Ordnung". Und er betont: "Das ist nicht durch mich und nicht durch die Diözese entstanden." Stattdessen sei er bemüht, "Schadensbegrenzung zu betreiben", selbst wenn sich in der Sache "Persönliches und Emotionales vermischt hat". Meiler spricht damit auch Meinungsverschiedenheiten zwischen Klosterleitung und einem anderen Kirchenverwaltungsmitglied an. (ath)
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