Hintergrund

Eigentlich sind die Stadtwerke für Katastrophenschutz nicht zuständig. Sie sind eher ausführendes Organ, müssen im Fall des Falles Anweisungen übergeordneter Behörden entgegennehmen - auch, wie mit Strom- und Wasserversorgung zu verfahren ist. Trotz dieser "zweiten Reihe" widmet ihr Chef Dr. Stephan Prechtl dem Thema hohe Priorität. "Wir wollen uns kümmern", sagt er zur Motivation für den ersten großen Notstromprobelauf. Es geht darum, diese wichtigen Dinge und Abläufe auszutesten, die im Ernstfall funktionieren müssen. Sich auf die Position zurückzuziehen, "das hätte uns mal vorher einer sagen müssen, dass wir derart gefordert sind", lässt Prechtl nicht gelten. Statt einer Vogel-Strauß-Politik bevorzugt er bei dieser wichtigen Frage einen umsichtigen und offenen Umgang mit dem Krisenszenario. Betont aber auch, dass die Stadtwerke damit keine Panik schüren wollen. Obwohl: Die kann einen durchaus packen, wenn man den Bestseller "Blackout" von Marc Elsberg zu diesem Thema liest. Das hat auch Prechtl getan und nicht zuletzt deshalb vor rund eineinhalb Jahren Gespräche mit dem städtischen Katastrophenschutz und der Feuerwehr aufgenommen. Letztere hat sich für so ein Szenario ebenfalls Gedanken gemacht und arbeitet an entsprechenden Einsatzstrategien. Die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung unterstützt Stadtbrandrat Bernhard Strobl voll, weil in Katastrophenfällen eben oft auch Löschwasser wichtig ist. (ath)
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