Hintergrund

Die Gefahr kommt aus Franken: Der Eichenprozessionsspinner ist laut Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft bisher vor allem im Nordwesten Bayerns verbreitet. Der Schmetterling befällt besonders gerne frei stehende Eichen. In den von der Sonne beschienenen Baumkronen, an dünnen, jungen Zweigen, legen die Weibchen ihre Eier ab. Anfang Mai schlüpfen dort die Raupen. Die behaarten Tierchen sind in der Lage, ganze Bäume kahlzufressen.

Der Vielfraß setzt nicht nur den befallenen Bäumen zu, sondern auch Menschen, die ihm begegnen. Wer mit den Härchen der Raupe in Berührung kommt, kann Hautausschläge bekommen, die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Häufig bilden sich Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen.

Seit etwa 1995 ist eine starke Zunahme dieses früher seltenen Schmetterlings in Unter- und Mittelfranken sowie im westlichen Oberfranken zu verzeichnen. Schwerpunkte liegen im Bereich der Fränkischen Platte zwischen Schweinfurt, Würzburg und Ansbach mit teilweise starkem Befall von Eichen in öffentlichen Grünanlagen und in Gärten.
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