Hintergrund: Die Wandbilder des Michael Mathias Prechtl

"Ich finde, Prechtl hat diese Aufgabe ganz gut gelöst, indem er die beiden Figuren in einer Diagonalen anordnet", sagt Beate Wolters.

"Die Füße sind auf dieser Diagonalen angeordnet, sie wird durch den Stock des Handwerksburschen nochmal aufgenommen, ein Stück weiter oben erneut, von der Hand des Vater Kolping wiederholt und nach oben gespiegelt", also eine geschlossene Darstellung, die mit ganz einfachen Kompositionsformen arbeite. "Dieses Hinaufkommen zum Vater, das ist schon schön gemacht", stellt Wolters fest: "Das gefällt mir."

Prechtl habe etliche Wandbilder gestaltet, beispielsweise in Nürnberg im Klinikum und in einer Schule. In Amberg gebe es aber nur eines - eben das am Josefshaus. "Eine schöne Ergänzung zu seinem sonstigen Werk", findet Wolters, die dem vor einem Jahr gegründeten Amberger Michael-Mathias-Prechtl-Verein angehört. Das Werk dieses Künstlers erscheine sonst ja "sehr geschlossen - mit diesen drallen Figuren, die schon immer recht deftige Aussagen haben, manchmal auch ein bisschen zweideutig sind". (eik)
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