Historische Denkmäler stehen in den Kasernen
Mauerstücke als "Mitbringsel"

In Amberg steht nicht ein Stück Geschichte. Nein, es sind sogar drei. Zwei Teile der Berliner Mauer befinden sich auf dem Areal der Leopold-, eines auf dem der Schweppermannkaserne. Die Mauerstücke sind alle etwas über drei Meter hoch. Was fehlt, sind die Betonrohre, die am "Eisernen Vorhang" einst angebracht waren. Noch heute sind auf der Westseite der Mauern verblasste Graffiti zu sehen, die Ostseite hingegen ist schlicht grau.

Bis 1997 in Amberg

Boris Damzog, Oberstaatsfeldwebel a. D., erinnert sich, dass Andreas Wittenberg nach dem Mauerfall eine Einheit in den neuen Bundesländern auflöste. Diese Chance habe der General genutzt, um Mauerstücke zu besorgen und 1991 in Amberg einzulagern. Damzog war dafür verantwortlich, dass die historischen Denkmäler zwischen 1992 und 1993 in der Leopoldkaserne aufgestellt wurden. Diese dienten ihm bei Führungen durch das noch heute bestehende Militärhistorische Museum immer als Startpunkt. Der mittlerweile 64-Jährige war bis 1997 in Amberg stationiert.

Grenzöffnung vor 25 Jahren

Wie genau es dazu kam, dass auch in der Schweppermannkaserne ein Mauerstück ist, kann er nicht sagen. Damzog vermutet aber, dass es sich dabei ebenfalls um ein "Mitbringsel" Wittenbergs handelte. Ein weiteres Stück der Berliner Mauer stand laut Pressesprecher Thomas Graml im Hof des Stadtmuseums - heute ist dort jedoch keines mehr. Die Grenzöffnung jährt sich morgen zum 25. Mal. (Glosse)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/grenzoeffnung
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