Hitze verhagelt Geschäfte nicht

So voll war es beim Bergfest nicht immer, an den Abenden aber meistens schon. Das, was an Geschäft an den Nachmittagen fehlte, kam bei der Mehrheit der Wirte und Händler abends mit verstärktem Besuch zurück. Bild: Huber

Mit der Lichterprozession ist am Sonntagabend das Bergfest offiziell zu Ende gegangen. Licht gab es aber die ganze Woche über jede Menge - von oben: Sonnenstrahlen ungetrübt samt sich immer stärker entwickelnder Hitze. Dadurch verlagerte sich der Besuch eher auf die Abende, was die Geschäfte aber nicht generell verhagelte.

Diesen Eindruck bestätigten gestern viele Händler, Wirte, Metzger und Brauereien. Sie sind mehrheitlich zufrieden mit ihren Umsätzen und erlebten durch die Hitze vor allem zum vergangenen Wochenende hin nicht die großen Einbrüche, wie man vielleicht denkt.

Meistens "gut zu tun"

Brigitte Hirsch, die mit ihrer Familie nicht nur das Kummert-Festzelt betrieb, sondern auch mit einem Metzgerei-Stand ihrer Firma vertreten war, sagt, dass sie und ihre Mitarbeiter in beiden Bereichen mit Ausnahme des wegen Abschlussfeier und Prozession traditionell schwächeren Sonntagabends "gut zu tun hatten". Sie differenziert nämlich, dass die Temperaturen "ja bis Donnerstag nicht ganz so extrem waren". Erst Freitagmittag machte sich die Hitze mit weniger Besuch bemerkbar. Bis dahin aber hätten sich vor allem viele Firmen, öffentliche Einrichtungen und Behörden, die gern mittags mit ihren Mitarbeitern kommen und dafür auch reservieren, kaum abschrecken lassen. Was das Nachmittagsgeschäft betrifft, schränkt Brigitte Hirsch ein, dass hier natürlich der Dauersonnenschein meist ohne ein Wölkchen am Himmel "etwas Geschäft genommen hat". "Dafür hat's dann abends gebrummt", zeigt sich die Wirtin und Metzgerei-Chefin insgesamt "sehr zufrieden".

Ähnlich ist das bei Anton Bruckmüller von der gleichnamigen Amberger Brauerei, der bestätigt, dass zwar "tagsüber weniger los war", es sich dadurch aber "mehr in den Abend hineinverlagert hat". "Wenn die Sonne weg war, war's schon voll", so seine Beobachtung, "die Abende waren gut - wir können zufrieden sein, so wie's ist". Denn wenn es "nass und kalt gewesen wäre", hätten die Unternehmen weitaus mehr Grund gehabt, zu klagen.

"Kein Rekord-Bergfest"

Natürlich hat sich die Hitze an manchen Tagen bemerkbar gemacht, meint Franz Kummert, der Geschäftsführer der gleichnamigen Amberger Brauerei. Vor allem das Nachmittagsgeschäft sei dadurch "ein bissl eingebrochen", weil zum Beispiel Familien "halt doch lieber ins Bad oder an den See fuhren", bevor sie das Bergfest lockte.

Dort ging es dann eben am Abend "um eineinhalb bis zwei Stunden nach hinten verschoben" erst richtig los. Auch wenn es für Franz Kummert "gefühlt kein Rekord-Bergfest war", hat diese neuntägige Veranstaltung für seine Firma "nach wie vor einen hohen Stellenwert und läuft seit Jahren konstant gut - auch heuer".
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