Hochwasserschutz fünf Millionen Euro teuer
Jetzt die Kostenflut

Die Stadt Amberg lässt sich den Hochwasserschutz ihrer Bürger einiges kosten. Im konkreten Fall für die Ortsteile Wagrain, Ammersricht und Neumühle fast fünf Millionen Euro, abzüglich einer staatlichen Förderung, die erst noch beantragt werden muss. Mit dieser stattlichen Summe ist das entsprechende Schutzkonzept mit der Bezeichnung "Nördlicher Mariahilfberg" veranschlagt.

Von Ambergs Wahrzeichen hatten sich Anfang September 2011 bei einem Jahrhundertregen ganze Sturzbäche in die genannten Stadtteile ergossen und zahllose Grundstücke und Häuser unter Wasser gesetzt. Damit das nicht nur in theoretischen 100 Jahren, sondern nie wieder passiert, hat das Baureferat ein Hochwasserschutzkonzept für diesen Bereich ausgearbeitet, das am Mittwoch im Bau- und am Donnerstag im Hauptausschuss vorgestellt wurde (AZ berichtete).

Letzteres Gremium befasste sich vor allem mit den Kosten von rund fünf Millionen Euro. Es empfahl dem Stadtrat einstimmig, diese Summe auf mehrere Tranchen und Jahre verteilt zu genehmigen. Heuer werden für die konkrete Planung voraussichtlich 100 000 Euro benötigt (parallel beginnt der teils erforderliche Grundstückserwerb).

Im nächsten und übernächsten Jahr sind für das Planfeststellungsverfahren jeweils etwa 20 000 Euro vorgesehen, informierte Baureferent Markus Kühne. 2018 und 2019 schlage die bauliche Umsetzung mit Regenrückhaltebecken, Abflussmulden und mehr mit je 1,5 Millionen Euro zu Buche, 2020 bis 2022 mit 600 000 Euro pro Jahr sowie 2023 mit nochmals rund 100 000 Euro.

"Wie hoch der Eigenanteil der Stadt wird, ist abhängig von den Fördermitteln des Wasserwirtschaftsamtes Weiden", heißt es im Sachstandsbericht der Verwaltung einschränkend. Die endgültige Genehmigung des Finanzplans soll der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Montag, 26. Januar, erteilen.
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