"Höllisch schwer"

Wolfgang Schmatz (links) und Hans Biehler finishten bei der Weltmeisterschaft der Triahtleten auf Hawaii. Bild: hfz

Der Wind pfiff so stark, dass er einige Triathleten vom Rad herunter in die Lavafelder blies. Wolfgang Schmatz und Hans Biehler kämpften sich auf Hawaii durch eines der härtesten Rennen in der Ironman-Geschichte.

(ref) "Ich habe den ersten Platz in meiner Altersklasse nicht verloren, sondern den zweiten Platz gewonnen, ich habe mich riesig für den Sieger gefreut", sagte Wolfgang Schmatz nachdem er den Wettkampf in 9:32:47 Stunden hinter sich gebracht hatte - knapp 20 Minuten langsamer als vor einem Jahr.

Der Triathlet aus Kümmersbruck hatte in der Nacht zum Sonntag nach zwei Weltmeistertiteln in Folge in der AK 50-54 den zweiten Platz hinter dem Dänen Bent Anderson belegt (wir berichteten).

Schmatz hatte sich mit seiner Trainerin Susanne Buckenlei auf das Rennen intensiv vorbereitet und die Grundlage dafür im Frühjahr mit vielen Höhenmetern in diversen Trainingslagern in den Bergen gelegt.

Dieses Jahr war das Wasser auf Hawaii sehr wellig. Die Schwimmer sahen so gut wie gar nichts, es ging nur rauf und runter: "Höllisch schwer", erklärte Schmatz. Als 40. stieg er aufs Rad. Viel Wind mit starken Böen - der berüchtigte Mumuku blies so heftig, dass einige Fahrer in die Lavafelder stürzten - an der Stelle, wo sie nach dem Wendepunkt mit 70 Sachen runterrauschen. Auf Position neun stieg Wolfgang Schmatz vom Rad zur letzten Disziplin, dem Marathon. Es war schwülheiß, und bei Kilometer 40 übernahm er die Spitze. Doch der mehrfache Sieger Bent Anderson griff rund 1000 Meter vor dem Ziel auf der Palani Road an und überholte da, wo es 600 Meter bergab geht. Schmatz konnte dem Tempo nicht mehr folgen und wurde zweiter, 18. der deutschen Teilnehmer und 151. im Gesamtfeld.

Hans Biehler aus Raigering war das erste Mal auf Hawaii und wollte nur das "Feeling und den Hype" genießen - und ins Ziel kommen. Nach einer Wadenverletzung konnte er mit einer Zeit von 11:21:04 Stunden seinen Zieleinlauf in vollen Zügen genießen.
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