Hubert von Spreti feiert 65. Geburtstag - Ein Amberger, der heuer den Oscar bekam
Weltweit bekannter Film-Experte

Hubert Graf von Spreti, ein gebürtiger Amberger, feiert heute seinen 65. Geburtstag. Bild: hfz
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
04.08.2015
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(hou) Sein Name ist in allen renommierten Filmstudios rund um den Globus bekannt. Der prominente Amberger leitet seit vielen Jahren die Redaktion Kinofilm beim Bayerischen Rundfunk, war über einen längeren Zeitraum auch Chef des ARD-Büros in Los Angeles. Heute wird Hubert Graf von Spreti 65 Jahre alt.

Etliche Preise

Hubert von Spreti, Sohn des ehemaligen Amberger Bürgermeisters Carl Graf von Spreti, hat an zahlreichen Filmproduktionen mitgewirkt. Zum Teil als Leiter der dazu ins Leben gerufenen Redaktionen, bei vielen entstandenen Arbeiten aber auch als Produzent oder Co-Produzent. Dafür gab es unterdessen etliche Preise. Auf nationaler und internationaler Ebene. Die für Spreti wohl wertvollste Trophäe wurde heuer im Frühjahr überreicht. Im Dolby Theatre in Hollywood konnte er zusammen mit einem vielköpfigen Team einen Oscar für den besten Dokumentarfilm entgegen nehmen.

Das weltweit beachtete Werk hieß? "Citizen Four" und beschäftigte sich mit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden. Für den BR war Hubert von Spreti dabei als Mitproduzent verantwortlich. Der gebürtige Amberger war maßgeblich beteiligt, als TV-Produktionen und Spielfilme wie "Kirschblüten-Hanami", "Hitler - Der Untergang", "Die Spiegel-Affäre", "Rommel", "24 Stunden Jerusalem" und "Hannas schlafende Hunde" gedreht wurden. Er zeichnete ferner verantwortlich für filmische Biografien über den Musiker J. J. Cale, den Komödianten Jerry Lewis und den Haindling-Bandleader Hans-Jürgen Buchner. Hubert von Spreti lehrt seit 2012 als Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, arbeitet seit 2007 als Leiter der Münchener Drehbuchwerkstatt.

65. "keine Zäsur"

Mit diesem 65. Geburtstag wäre nun eigentlich der Eintritt ins Rentenalter fällig. Doch daran denkt Hubert von Spreti noch lange nicht. "Das stellt keine Zäsur dar", deutete er in einem Gespräch mit der AZ an. Den Bayerischen Rundfunk will er zwar 2016 verlassen. "Doch dann sortiere ich meine filmischen Aktivitäten neu." Aus Amberg war er schon in jungen Jahren weggegangen, hatte sich in München sesshaft gemacht und dort seine glänzende Karriere gestartet. Unter anderem als Moderator der TV-Sendung "Kino, Kino".
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