Hühnchenrupfen am Hahnenkamm

Ein packendes Duell lieferten sich der TSV Königstein (links Tobias Zagel) und der FC Edelsfeld (rechts Simon Meidenbauer) Anfang Juni im Relegationsspiel. Königstein gewann mit 2:1 und feierte den Aufstieg in die Kreisliga Süd. Dort gibt es nun ein Wiedersehen mit der Elf von FC-Spielertrainer Alexander Heldrich. Bild: Huber

Tag der offenen Rechnung in der Kreisliga Süd: Der TuS Rosenberg muss zum SC Germania Amberg, der ihm den sicher geglaubten Aufstieg vermasselte. Auch beim FC Edelsfeld steckt der Staffel noch tief.

(frü) Mit einem 2:1-Sieg in der Relegation gegen die Hahnenkamm-Elf machte der TSV Königstein den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga Süd perfekt, während die Edelsfelder weiter um den Klassenerhalt bangen mussten, der schließlich im allerletzten Spiel gegen den SV Altenstadt/WN (1:0) gelang. Das Spitzenspiel des 11. Spieltages steigt am Mennersberg: Tabellenführer TuS Kastl erwartet die mit zwei Punkten weniger auf Rang drei liegende DJK Ursensollen. Der SV Schmidmühlen hofft im Duell gegen Aufsteiger TuS/WE Hirschau auf den ersten Heimsieg in dieser Saison, der SV Raigering auf einen Ausrutscher des TuS Kastl, um mit einem Sieg gegen Traßlberg auf Rang eins zu klettern.

Germania Amberg       TuS Rosenberg
(tre) Allein die Erinnerung an die vergangene Saison birgt Zündstoff genug, waren es doch die Germanen, die dem TuS auf eigenem Platz die Titelhoffnungen nahmen. 0:5 hieß es am Ende in der Max-Aicher-Arena und die Rosenberger waren Tabellenführung und den sicher geglaubten direkten Aufstieg los. In der Relegation klappte es dann auch nicht und diese negativen Erlebnisse setzten sich in der neuen Saison fort. Erst am achten Spieltag fuhr der Vizemeister den ersten Dreier ein. Das aber war die Initialzündung und die letzten drei Spiele wurden allesamt gewonnen. Das Selbstvertrauen ist zurück und mit diesem Schwung wird man auch beim Sportclub antreten. Bei den Germanen will es zu Hause einfach nicht klappen. Auch die letzte Begegnung gegen die DJK Ursensollen wurde trotz einer verdienten Pausenführung nicht gewonnen. Die durchaus positiven Ergebnisse gegen den TuS Rosenberg nähren aber die Hoffnung auf den ersten Heimsieg. Dazu müssen die Amberger aber die Leistung der guten ersten Hälfte gegen Ursensollen über die gesamte Distanz bringen. Mit einem Heimerfolg würden sich die Germanen für die insgesamt guten Leistungen in der Saison belohnen und der Stimmung beim anschließenden Weinfest wäre der erste Heimsieg sicher nicht abträglich.

Inter Bergsteig       DJK Utzenhofen
(hfz) Das Spiel der beiden Tabellennachbarn (beide zwölf Punkte) in der "Liga der unbegrenzten Möglichkeiten" ist richtungsweisend: Mit einem Sieg geht es ruckzuck ins Tabellenmittelfeld. Die DJK Utzenhofen für den SV Inter Bergsteig noch nie ein angenehmer Gegner. Nach drei unnötigen Niederlagen haben die Gastgeber am vergangenen Wochenende gegen Haselmühl wieder einen Dreier eingefahren. Das ist der Beweis dafür, dass die Mannschaft nur mit Geschlossenheit, Willen und Kampfgeist weiterkommt. Utzenhofen ist ebenso heiß auf drei Punkte und wird alles daran setzen, ihre Negativserie zu beenden. Ein Augenmerk müssen die Amberger auf DJK-Trainer Yilmaz Topcu haben. Spielbeginn ist erst um 17 Uhr.

SV Raigering       SVL Traßlberg
(gth) Immer wenn der SV Raigering zum Sprung an die Tabellenspitze ansetzt, lässt er leichtsinnig Zähler liegen und verharrt daher auf dem zweiten Platz. Doch die "Panduren" dürfen auch den Blick nach hinten nicht vernachlässigen. Dort lauern weitere Teams, die ebenfalls ganz nach vorne wollen. Auch der SVL Traßlberg ist auf Schlagdistanz. Die Gäste zählten vor der Saison zum Favoritenkreis, doch der Start war überaus holprig. Langsam arbeitet sich der SVL nun aber nach oben. Mit einem Sieg könnten die Gäste gar auf einen Zähler an den SVR heranrutschen. Dagegen wird sich Raigering stemmen. "Wir wollen uns vorne festsetzen. Daher bin ich überzeugt, dass wir gegen einen spielerisch guten Gegner eine bessere Leistung als zuletzt abrufen", verspricht SVR-Trainer Martin Kratzer. In Schmidmühlen schlich sich nämlich der Schlendrian ein. Kaum in Führung, nahm die Mannschaft das Tempo raus und legte sich auf die faule Haut. "Wir haben es nicht geschafft, 90 Minuten konstant überlegen zu spielen", schrieb Kratzer seinen Mannen ins Stammbuch.

TuS Kastl       DJK Ursensollen
(hon) Der Tabellenführer TuS Kastl erwartet den Drittplatzierten DJK Ursensollen zum Nachbarduell. Das Derby war in den vergangenen Jahren stets ein brisanter Vergleich. Bei der Heimelf hat sich die Personalsituation fast normalisiert und dadurch auch die Spielweise wieder verbessert. Ausgerechnet im Spiel gegen Ursensollen und Toptorjäger Jiri Abel muss der Kastler Trainer die Defensive umstellen, da drei der Stammkräfte fehlen. Wenn aber die aufgerückten Spieler um den alten Haudegen Rainer Steuerl genauso gut in der Abwehr stehen wie zuletzt, dann müssen sich die Kastler Fans nicht fürchten. Der TuS muss sich auf sein Spiel konzentrieren und sein Glück in der bisher guten Offensive suchen. Die spielerisch und kämpferisch guten Ursensollener um Trainer Stefan Steinl sind im Aufwärtstrend und kommen nach zuletzt zwei Siegen mit breiter Brust nach Kastl.

FC Edelsfeld       TSV Königstein
(bkn) Ein brisantes Duell erwartet die Zuschauer am Hahnenkamm: Die Edelsfelder haben mit dem Lokalrivalen TSV Königstein noch eine Rechnung offen nach dem verlorenen Relegationsspiel. Der bisherige Saisonverlauf der Gäste zeigt, dass sie sich nach dem Aufstieg in der neuen Spielklasse gut eingelebt haben, nur die fehlende Konstanz bereitet ihnen noch Sorgen. Für das Team von Spielertrainer Christian Ringler gibt es scheinbar nur hopp oder top, denn auf zum Teil deftige Niederlagen folgen überraschende Erfolge. Am letzten Spieltag bekam das Favorit SSV Paulsdorf zu spüren, der mit einer 0:4-Packung den Heimweg antreten musste. Im Gegensatz dazu sammelt der FCE seine Punkte in mühsamer Eichhörnchentaktik. Beim Gastspiel in Hirschau hatte die Heldrich-Elf den Auswärtssieg bereits vor Augen, doch letztendlich reichte es wieder nur zu einer Punkteteilung. Wenn die Heimelf nicht weiter auf der Stelle treten will, muss es ihr gelingen, die Kreise von Torjäger Scheidler entscheidend einzuschränken und die Konzentration bis zum Schlusspfiff hochzuhalten.

SV Loderhof       ASV Haselmühl
(bt) Irgendwann einmal sollte es doch mit einem Sieg für den SV Loderhof/Sulzbach klappen. Ob dies aber gegen den ASV Haselmühl der Fall sein wird, der einen gesicherten Mittelfeldplatz mit Aussicht nach oben einnimmt, ist fraglich. Hoffnung macht, dass die Gäste nicht unverwundbar sind, wie das Spiel am vergangenen Wochenende gegen Inter Amberg zeigte. Trotz des letzten Tabellenplatzes sollten die Fans des SV Loderhof/Sulzbach die Mannschaft aber nicht im Stich lassen, sondern lautstark unterstützen.

SV Schmidmühlen       TuS/WE Hirschau
(fop) Schmidmühlens Gegner, Aufsteiger TuS/WE Hirschau, startete furios in die Saison, ist aber seit drei Spielen ohne Sieg. Aber auch der SVS schwächelt zu Hause. Bisher holte er auf eigenem Platz erst drei Punkte und ist damit in der Heimtabelle Vorletzter. In der Vorsaison war die Heimstärke Garant für den Klassenerhalt. Am vergangenen Wochenende gegen Raigering waren die Schmidmühlener nahe dran am ersten Sieg, letztlich reichte es aber wieder nur zu einem Unentschieden. Daher gilt auch diesmal die Devise, die zuletzt extrem schwachen Anfangsminuten schadlos zu überstehen und endlich den ersten Dreier daheim einzufahren. Der Kader bleibt im Vergleich zum Raigering-spiel gleich.
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