Hunde dürfen so nicht leben
Angemerkt

Die Mitglieder des Tierschutzvereins gingen vor fünf Jahren mit gutem Beispiel voran. Sie stimmten der Erhöhung ihres Jahresbeitrags um fünf Euro zu, um den Neubau mit Katzen-Quarantäne und Hundezwingern möglich zu machen. Es gab aber auch Tierfreunde, die gerne zehn oder mehr Euro zusätzlich gezahlt hätten. Von dieser Idee distanzierte sich der damalige Vorstand, der vor allem die Älteren und Einkommensschwachen nicht über die Maßen belasten wollte. Danach waren es Spenden, Erbschaften, die Stadt und alle Kommunen im Landkreis, die den ersten Bauabschnitt möglich machten: Die Katzen-Station ist fertig und funktioniert.

Damit ist es aber noch lange nicht getan. Die Boxen für Hunde sind zu eng und laut Gesetz nur für maximal 60 Zentimeter lange Tiere geeignet. Im Prinzip ist das, was derzeit als Status quo gilt, illegal. Das Veterinäramt könnte das Tierheim zusperren. Weil das aber niemand möchte, ist es nun an der Zeit, endlich Tacheles zu reden und es deutlich anzusprechen: Der Tierschutzverein wird auch dieses Projekt nicht alleine schultern können. Er wird wieder auf die Hilfe der Städte und Gemeinden angewiesen sein, die teilweise wie im Fall Amberg den Beschluss längst getroffen haben und auch den Bau neuer Hundeboxen unterstützen würden. Wer Geld geben soll, muss aber auch Einblicke in Pläne und Kalkulationen bekommen - das hat so bisher nicht stattgefunden. Zumindest nicht flächendeckend.

Die neue Vorsitzende Sabine Falk war gut beraten, quasi als erste Amtshandlung mit einem Architekten das Vorhaben zu besprechen. Die Zeit drängt. Und das genau genommen schon seit 1975. Denn diesen Jahrgang hat der Altbau, der möglichst schnell durch einen neuen Hunde-Trakt ersetzt werden muss. Koste es, was es wolle.



Nachgefragt Ehrungen zu späterem Zeitpunkt

Amberg. (tk) Bei der Hauptversammlung des Tierschutzvereins standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Weil sich die Neuwahlen in die Länge zogen und viele Mitglieder das ACC bereits verlassen hatten (wir berichteten), will die neue Vorsitzende Sabine Falk die Auszeichnungen bei nächster Gelegenheit nachholen.

Bedacht wird zum Beispiel Therese Wallner aus Amberg, die seit 28. August 1975 und damit seit 40 Jahren dem Tierschutzverein die Treue hält. 34 weitere Frauen und Männer sind seit 25 Jahren unterstützend tätig.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.