Idylle an der Zufahrtsstraße

Maria und Ernst Köck verreisen leidenschaftlich gerne mit ihrem Wohnmobil. Den Stellplatz gegenüber der Feuerwache haben die beiden liebgewonnen - trotz Asphalt und Verkehrslärm. Bild: Hartl

Der Wohnmobil-Stellplatz am Schießstätteweg hat rein gar nichts von einem Natur-Idyll. Der Platz vor dem rollenden Schlafzimmer ist asphaltiert, 20 Meter weiter stauen sich die Autos. Trotzdem fühlt sich das Ehepaar Köck hier wohl.

(wpt/lde) Die Bäume wiegen sich im Wind, in der Vils landet eine Ente. Da heult auf einmal ein Automotor auf, ein anderes Fahrzeug hupt. "Schön hier", sagt Maria Köck. Sie und ihr Mann haben auf dem Wohnmobilstellplatz am Schießstätteweg - neben Wohnblocks und Feuerwache - ihr Quartier aufgeschlagen. Die Stadt-Camper kommen aus Österreich und haben in Amberg einen Zwischenstopp eingelegt. Maria und Ernst Köck sind seit vier Jahren pensioniert und haben nun endlich Zeit, um auf Reisen zu gehen. "Wir haben früher immer Busreisen gemacht, das gefällt uns jetzt nicht mehr so gut. Wir wollen selbst bestimmen können, wie lange wir an einem Ort bleiben - nicht nur auf einen Kaffee sondern auch Mal länger", sagt die Österreicherin.

Erst einmal nach München

"Reisen hilft auch, wenn es mal wieder langweilig wird daheim", fügt ihr Mann hinzu. Die beiden starteten in ihrer Heimatstadt Leoben in der Obersteiermark. "Von dort aus ging es erst einmal nach München", erklärt Ernst Köck. Auf der Deutschlandreise legte das Paar unter anderem Stopps in Ulm, Heilbronn und Dinkelsbühl ein. Danach hat es die beiden an die Vils verschlagen. "Uns gefällt hier besonders die geschichtsträchtige Altstadt. Die Stadtbrille ist schon sehr außergewöhnlich. Das Eh'häusl finden wir auch interessant." So leer wie heute ist der von grünen Büschen und Bäumen umgebene Stellplatz nicht immer. "Wir mussten ihn die letzten Jahren sogar von zehn auf 15 Plätze erweitern, da viele Touristen die zentrale Lage sehr zu schätzen wissen und prinzipiell ein reges Interesse vorhanden ist", berichtet Jadwiga Rutkowska von der Tourist-Information. Das Ehepaar Köck ist vom Wohnmobilstellplatz in der Stadt begeistert. "Man muss schon erst einmal so einen zentralen Stellplatz finden. So etwas gibt es nicht oft", schwärmt Maria Köck. Für den Platz verlangt die Stadt keine Gebühren, nur für den Strom müssen die Köcks ein paar Euro bezahlen.

Draußen in der Natur

Morgen wollen die Österreicher wieder weiter - in den Bayerischen Wald, wo sie auf dem Baumwipfelpfad in Neuschönau wandern möchten. "Da sind wir dann wirklich draußen in der Natur", freut sich die Urlauberin.
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