Im Blickpunkt

Der militärische Zug scheint abgefahren zu sein. Wie sieht's bei von der Staatsregierung angekündigten möglichen Behördenverlagerungen aus - hat Amberg hier Chancen? "Die Hoffnung ist auf jeden Fall da", sagt OB Michael Cerny, will aber realistisch bleiben: Im Norden der Oberpfalz gebe es "schon Städte, die stehen wesentlich schlechter da als wir".

Er setzt deshalb darauf, dass Amberg als "Konversionsstandort" (Standort mit einer Militärliegenschaft, die künftig zivil genutzt werden soll) unterstützt wird. "Einfach, um die 450 Arbeitsplätze zu kompensieren", die Amberg mit dem Abzug der Bundeswehr verlieren werde. Natürlich sei eine Bundeswehrreform kein Strukturprogramm. Weiden jedoch bekomme dadurch 800 Soldaten. "Das ist eine echte Stärkung. Aber das wollen wir ihnen gönnen. Und Cham bekommt deutlich mehr."

Könnte Amberg denn durch eine Behördenverlagerung nicht nur Arbeitsplatz-Ersatz, sondern auch Einwohner gewinnen? "Kurzfristig nicht", meint Cerny: "Ich denke, das ist schon ein Prozess über 15 Jahre", bis sich dies auch in der Einwohnerzahl bemerkbar mache. "Oder andersherum: Dass das, was durch die demografische Entwicklung wegschmilzt, vielleicht durch den Zuwachs auf dieser Seite kompensiert wird." (eik)
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