Im bundesweiten Vergleich mit 141 anderen Städten hat Amberg zwar einen Platz eingebüßt, in der Beliebtheit als Einkaufsstadt aber deutlich an Boden gutgemacht. Durchschnittlich 84,7 Prozent aller Kunden sind mit dem Einzelhandel zufrieden. Das ist ein Rekord.
Service setzt neue Bestmarke

Es gibt einige Geschäfte mit sagenhaft positiven Werten, aber auch Läden, die von den Verbrauchern stark kritisiert werden.
Amberg. (tk) Im Auftrag des Marktforschungsinstituts MF Consulting von Dieter Grett aus Hengersberg (Niederbayern) waren im März Interviewer im Stadtgebiet unterwegs, um rund 900 repräsentativ ausgewählte Frauen und Männer zu befragen. Konkret ging es darum, in welchen der 87 im Fragebogen aufgeführten Geschäften sie in den vergangenen zwölf Monaten eingekauft haben.

Vor drei Jahren Platz 42

Mit Noten von 1 (sehr zufrieden) bis 4 (völlig unzufrieden) gaben die Kunden ihr Urteil an. Qualität der Beratung, Service und Freundlichkeit gingen mit in die Wertung ein. Das Ergebnis ist das beste seit Beginn der Marktforschung von Dieter Grett im Jahr 1997: Die aktuell erreichten 84,7 Prozent an Zufriedenheit sind ein Rekord (siehe "Ambergs Ergebnisse)". In der Tabelle der 141 untersuchten Städte ergibt das Platz 43. Zum Vergleich: Vor drei Jahren landete der Einzelhandel zwar auf Rang 42, bekam aber "nur" 83,0 Prozent.

"Ziel der Studie ist es, den an der Untersuchung beteiligten Unternehmern ein Bild ihrer Firma aus Sicht des über Erfolg und Misserfolg entscheidenden Kunden zu geben", sagt Dieter Grett und fügt hinzu: "Seit der dritten Studie 2003 liegt Amberg immer über 80 Prozent Zufriedenheitsgrad und konnte nun sein bisher bestes Resultat vorlegen." Das heiße aber nicht, dass sich alle Kunden in jedem Laden wir ein König fühlten: "Es gibt einige Geschäfte mit sagenhaft positiven Werten, aber auch Läden, die von den Verbrauchern stark kritisiert werden." Es sei auffällig, dass viele der inhabergeführten Geschäfte überdurchschnittlich gute Werte aufwiesen. Die Kluft zwischen Geschäften mit einem sehr hohen Zufriedenheitsgrad bei Freundlichkeit um die 90 Prozent und Firmen mit einem Anteil von weit weniger als 70 oder sogar unter 60 Prozent zufriedener Kunden habe sich seit 2012 erheblich erweitert, sagt Grett.

Bester Wert: 98,2 Prozent

Den besten Wert weise in diesem Jahr ein Bekleidungsgeschäft mit 98,2 Prozent auf. Es folgen knapp dahinter eine Apotheke (97,4), ein Schuhgeschäft (95,7), eine Bank (96,4) und eine Kfz-Vertragswerkstatt (94,3). Die laut Dieter Grett bedenklichsten Ergebnisse beim Merkmal Freundlichkeit bekamen eine Buchhandlung mit 54,2 und ein Modehaus mit 55,9 Prozent. Namen nennt Grett traditionell nicht: "Am kommenden Montag erhalten alle eingebundenen Firmen nähere Informationen zum Aufbau der Untersuchung." Die Marktforschungs-Ergebnisse können von den Inhabern dann gekauft werden.
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