Im Kunstkombinat arbeiten diese Woche zwölf Künstler gemeinsam an einem Thema
Symposium schafft Durchblick

Künstler aus verschiedenen Richtungen finden sich in dieser Woche zu einem Symposium im Amberger Kunstkombinat zusammen. Seine Betreiberinnen Michaela Peter und Marion Mack haben etliche Kollegen zu diesem Arbeits- und Kreativtreffen eingeladen.

Ein ganzes Dutzend will ab Dienstag die Galerie- und Nebenräume sowie den Innenhof an der Neustift in Beschlag nehmen, um gemeinsam aktuelle Ideen Gestalt annehmen zu lassen, wie es in einer Presseinformation heißt.

Zuschauen erlaubt

Die Zwölf machen sich demnach künstlerisch auf die Suche nach dem "Durchblick" - so lautet des Motto der Veranstaltung - und gewähren dabei Zuschauern seltene Einblicke in den Schaffensprozess. Von Dienstag bis Freitag, 14. August, öffnet das Symposium jeweils zwischen 16 und 18 Uhr seine Türen. Dann kann jeder, der möchte, den Künstlern über die Schulter schauen, den Fortgang ihrer Arbeiten beobachten und sich mit Fragen und Anregungen an die Schöpfer von Bildern und Skulpturen wenden. Am Samstag, 15. August, können die fertigen Werke in der Galerie besichtigt werden, denn dann gibt es statt einer klassischen Vernissage ein kleines Fest zum Abschluss des Symposiums.

Teilnehmen werden außer den beiden Kombinats-Chefinnen Kurt Etzold, der kunstvolle Schmiedearbeiten anfertigt, und Stefan Stock mit seinen skurrilen Plastiken aus ausrangiertem technischen Gerätschaften. Ferner Vasilij Plotnikov, der seinem Werkstoff Holz gerne mal mit der Kettensäge zu Leibe rückt und Hanna Regina Uber, die dieses Material auf eher konventionelle Weise bearbeitet. Der Glaskünstler Steffen Orlowski hat erst kürzlich einige seiner Objekte bei einer Ausstellung im Kunstkombinat gezeigt. Nun steht er laut Presseinfo noch einmal vor Ort an seinem Ofen und bearbeitet das Glas, das vielleicht den Durchblick schafft, vor den Augen von Publikum.

Aber es werden nicht nur Skulpturen geschaffen bei diesem Treffen, sondern auch "Bilder, die man an die Wand hängen kann". Dafür sind Anja Röhnelt-Kamm und Marcus Trepesch zuständig. Womit Johann Sturcz und Erika Wakayama die Besucher überraschen werden, steht dagegen noch nicht fest. Eine ganz spezielle und vergängliche Spielart der Kunst zeigt aber Stefan Wolfsteiner. Er wird während des Symposiums eine kleine, zum Thema passende Performance entwickeln, die er dann bei der Abschlussfeier aufführt.

Gegenseitige Inspiration

Michaela Peter kündigte scherzhaft an, ihre Steuererklärung als Kunstwerk zu deklarieren, weil ihr dafür in der Regel der "Durchblick" fehle. Ganz ernsthaft aber erläuterte sie das Konzept des Symposiums, nämlich "kreative Menschen mit völlig verschiedenen Charakteren zusammenzubringen, um gemeinsam etwas zu schaffen, sich gegenseitig zu inspirieren und zu sehen, wie das Thema mit ganz unterschiedlichen Techniken und Materialien dargestellt werden kann".
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