In Gedanken nah am Optimum

Das Münzgäßchen verbindet die Obere mit der Unteren Nabburger Straße. Hier kann sich die CSU eine öffentliche Hochgarage gut vorstellen.

Eine Markthalle auf dem Multifunktionsplatz, eine Hochgarage im Münzgäßchen beim Forum und günstigeres Parken in der Innenstadt - vieles ist im Moment nicht mehr als Wunschdenken. Doch die Ideen der CSU sind in Worte gefasst und als Anträge an den OB formuliert.

Amberg. (tk) Die Belebung der Innenstadt, eine Nutzung für das ehemalige Forum und eine Verbindung mit dem gegenüberliegenden Bürgerspitalgelände hat sich die CSU vorgenommen. "Die zweitbeste Lösung ist nicht gut genug. Wir brauchen die beste", sagte Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann, als er am Freitagabend die Ergebnisse der Tagung seiner Partei präsentierte.

"Möglichst umgehend"

Insgesamt 14 Anträge umfasst das im Vorfeld der Haushaltssitzung geschnürte Paket, die Hälfte davon ist auf die Innenstadt ausgerichtet. An erster Stelle stehen die brachliegenden Teile der Bahnhofstraße. "Ziel ist es, möglichst umgehend in die Planungs- und Entwicklungsphase eintreten zu können", sagte Mußemann und machte deutlich, dass es für die CSU jetzt nur noch zwei Alternativen gibt: Ankauf des Forum-Areals durch die Gewerbe- oder Stadtbau bzw. eine gemeinsame Lösung mit dem Eigentümer. Die Fraktion legte bei ihrer zweitägigen Klausur in Höhenberg (Kreis Neumarkt) diese Prioritäten fest: öffentliches Parken zusätzlich zur Quartiersgarage, Einzelhandel im Erd- und 1. Obergeschoss, darüber Dienstleister und Wohnen.

Außerdem sollte geprüft werden, ob eine zusätzliche Quartiers-Hochgarage im Bereich Münzgäßchen zur Aufwertung des Bereichs Obere und Untere Nabburger Straße beitragen kann. Denn auch dort gebe es einen gewissen Sanierungsstau. "Vielleicht bewegt das den ein oder anderen Investor oder Eigentümer, dort was zu tun", hoffte Mußemann, der im Namen der Fraktion forderte, die Bauleitplanung für das ehemalige Bürgerspitalareal noch einmal zu überdenken. Die beschlossene Quartiersgarage solle mit bis zu etwa 200 Stellflächen der Fixpunkt bleiben, darum herum sollten aber auch öffentliche Parkplätze entstehen dürfen. OB Michael Cerny: "Es wäre schön, wenn wir auch im Umfeld etwas hätten."

Zum Beispiel auf dem Multifunktionsplatz, auf dem sich die CSU auch eine Markthalle gut vorstellen kann. "Er gehört nicht zu den Sternstunden des Stadtrats der letzten Periode. Wir wollen dort schon mehr Belebung haben", sagte Mußemann über den Platz, auf dem die Bürgerskulptur-Kugel steht. Ansonsten seien aber keine Anziehungspunkte zu erkennen. Das müsse sich bald ändern.

Günstiger parken

Gelingen könnte das in der gesamten Innenstadt beispielsweise auch durch Nachbesserungen bei den Parkgebühren. "Wir wollen den Kunden entgegenkommen, die nur kurz etwas erledigen wollen. Beim Metzger oder Bäcker. Oder ein Rezept holen", sagte Stadtrat Rupert Natter, der die Richtung vorgab und ergänzte: "Wir wollen erreichen, dass das Parken im Kurzzeitbereich wieder kostenlos wird." Denkbar sei eine 20-Minuten-Regelung oder eine Art Sanduhr, die nur umgedreht werden müsse. "Das hat den Charme, dass keiner mehr zu einem Parkscheinautomaten laufen muss", schwärmte Mußemann, der das Modell aus anderen Städten wie Kirchheim/Teck kennt. Vorstellbar sei auch, eine Zehnerkarte einzuführen (zehn Stunden), die je nach Bedarf aufgebraucht wird.

Die Preisveränderungen stellt sich die CSU so vor: zwei Stunden in der Innenstadt sollen zwei statt drei Euro kosten, auf den Außenparkplätzen soll die erste Stunde gratis sein (bisher 50 Cent). Alle anderen Gebühren können bleiben. Zudem soll aber rund um die Altstadt ein Zwei-Stunden-Tarif eingeführt werden. Bisher wurde für bis zu 60 Minuten, für bis zu fünf Stunden und für den ganzen Tag abgerechnet. (Kommentar)
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