Innerhalb von wenigen Stunden tauchen zwei nachgemachte 20-Euro-Scheine auf
Falschgeld am Bankschalter

Der Vorstand der VR-Bank, Andreas Reindl, mit einer der Blüten (oben), die gestern auftauchten, und einem echten Schein (unten). Der Laie erkennt auf den ersten Blick keinen Unterschied. Bild: Steinbacher
Die Warnung erreichte die Redaktion gestern gegen 11.30 Uhr. Am Telefon: der Vorstand der VR-Bank Amberg, Andreas Reindl. Die Nachricht: In der Hauptstelle der Volksbank-Raiffeisenbank, Weinstraße, ist am Schalter eine falsche 20-Euro-Note aufgeschlagen. Reindl befürchtete bereits zu diesem Zeitpunkt, dass weitere unechte Scheine auftauchen. "Wir gehen davon aus, dass die Fälscher die hektische Adventszeit nutzen, um die Blüten in Umlauf zu bringen", sagte er zur AZ.

Und Reindl sollte recht behalten: Am frühen Nachmittag hielt er schon die nächste Fälschung in den Händen, wiederum 20 Euro. Die andere nachgemachte Note war gleich nach Schalteröffnung aufgefallen. Die Produzenten der Falsifikate haben wohl gerade Hochkonjunktur.

"In den beiden vergangenen Wochen haben wir drei gefälschte 50-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen", berichtete Reindl und fügte hinzu: "Unsere Mitarbeiterin Margit Babl aus der Hauptkasse ist von der guten Qualität der Blüten überrascht." Ohne technische Hilfsmittel seien sie für den Einzelhandel schwer zu erkennen. "Nach unseren Beobachtungen werden die gefälschten Banknoten gerne im sogenannten Food-Bereich gewaschen", teilte Reindl mit, also dort, wo Lebensmittel verkauft werden. Denn: "Kleine Rechnungsbeträge bedeuten hohes Wechselgeld."

Das Falschgeld wurde unverzüglich der Polizei übergeben. "So schreibt es das Gesetz vor", unterstrich Reindl.
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